Was muss ich bei der Ernährung beachten?

Eine spezielle Stoma-Diät gibt es nicht. Es gibt aber zahlreiche Ernährungstipps, die Ihnen den Alltag mit dem Stoma erleichtern können:

  • Gut kauen: Wenn die Nahrung bereits zerkleinert ist, kann sie in dem verkürzten Darm besser genutzt werden.
  • Viel trinken: Je flüssiger der Nahrungsbrei ist, der aus dem Stoma tritt, desto mehr Wasser verlieren Sie, und desto mehr sollten Sie dem Körper wieder zuführen.
  • Nicht beim Essen trinken: So verlängern Sie die Verweilzeit der Nahrung im Darm.
  • Zu Beginn Astronautenkost: In den ersten Wochen nach der Operation kann eine hochkalorische Flüssigkost (Astronautenkost) hilfreich sein.
  • Stoma-Tagebuch: Um besser erkennen zu können, wie sich bestimmte Nahrungsmittel auf den Stuhlgang auswirken, ist ein Stoma-Tagebuch nützlich, in dem Sie notieren können, was Sie wann essen und wie Ihr Stuhlgang danach war.
  • Geräusche: Da Sie am Stoma keinen Schließmuskel haben, können Darmgase ungehindert entweichen, was zu Geräuschen führen kann. Hier können Sie eventuell mit wenig blähender Nahrung gegensteuern.
  • Stuhlregulation: Mit manchen Mitteln können Sie Ihren Stuhl beeinflussen und Durchfall oder Verstopfung vermeiden. Zu den Mitteln zählen Flohsamenschalen, Apfelpulver, Paraffinöl sowie die Medikamente Loperamid und Macrogol.

Nach einer Rückverlagerung des Stomas sollten Sie nur schrittweise zu normaler Ernährung übergehen – von flüssiger Kost über weiche Breikost und leichte Kost zu Vollkost. Dieser sogenannte Kostaufbau wird unter ärztlicher Aufsicht in der Klinik begonnen.