Mit welchen Nebenwirkungen oder Komplikationen muss ich rechnen?
Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in Ihrem Aufklärungsbogen weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein.
Welche Komplikationen können auftreten?
Wenn es während dem Eingriff zu Problemen kommt, beispielsweise der Darm oder ein größeres Blutgefäß verletzt wird, kann es nötig sein, zu einer anderen Operationstechnik zu wechseln. Dafür muss Ihre Operateurin oder Ihr Operateur den bereits bestehenden Schnitt vergrößern oder einen zusätzlichen Schnitt machen, wodurch eine weitere Operationswunde und spätere Narbe entsteht.
Eine Operation und eine Vollnarkose stellen immer eine gewisse Belastung und Stress für den Körper dar. Nach dem Eingriff dauert es noch eine Weile, bis die Wirkung der Narkose komplett abgeklungen ist und Sie wieder ganz wach sind. Es kann auch sein, dass Ihnen nach dem Aufwachen kalt oder etwas übel ist.
Mögliche Komplikationen durch die Operation und Entnahme der NiereDie Hauptaufgabe der Nieren ist es, das Blut zu reinigen. Sie filtern das Blut und leiten Stoffwechselabfälle zusammen mit überflüssigem Wasser als Urin aus dem Körper. Außerdem stellen Ihre Nieren Hormone her, die für den Blutdruck, den Knochenstoffwechsel und die Bildung von roten Blutkörperchen verantwortlich sind. So sorgen die Nieren auch dafür, dass der Mineralhaushalt des Körpers stabil bleibt.:
BlutergussEin Hämatom (Bluterguss) ist eine Ansammlung von Blut im umliegenden Gewebe. Es entsteht, wenn Blutgefäße verletzt werden, sich jedoch keine offene Wunde bildet. Dadurch kann das Blut nicht abfließen. im Bereich der Bauchmuskeln
Blutungen
Wundschmerz
Flüssigkeitsansammlung an der Stelle, wo sich die Niere befand (in der Nierenloge)
Harnwegs- und Wundinfektionen
Juckreiz, Verhärtungen im Bereich der Narben
Lungenentzündung
Blutgerinnsel (ThrombosenBei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) innerhalb eines Gefäßes und behindert den Blutfluss. Thrombosen können an unterschiedlichen Stellen im Körper entstehen. In den meisten Fällen treten sie in den Bein- und Beckenvenen auf.)
Kreislaufprobleme wie Ohnmacht
Langanhaltende Erschöpfung (FatigueFatigue ist ein Zustand starker und anhaltender Schwäche und schneller Erschöpfbarkeit. Die Fähigkeit körperlich und geistig zu arbeiten ist eingeschränkt. Die Erschöpfung bessert sich kaum durch Erholung und Ruhe.)
Narbenbruch
Verletzung innerer Organe (Milz, Bauchspeicheldrüse, Darm, LeberDie Leber ist das wichtigste Organ für den Stoffwechsel und den Abbau von Stoffen (Entgiftung). Sie produziert Galle und Blutgerinnungsfaktoren und speichert Kohlenhydrate, Vitamine und Eisen.)
Es kann sein, dass es nach einer Nierenspende bei Schwangerschaften häufiger zu Komplikationen kommt. Das Risiko für eine sogenannte Schwangerschaftsvergiftung (PräeklampsiePräeklampsie ist eine Erkrankung, die nur in der Schwangerschaft auftritt. Symptome sind ein erhöhter Blutdruck, Eiweißausscheidungen im Urin und Wassereinlagerungen. Bei einer Präeklampsie kann die Plazenta nicht mehr richtig durchblutet werden. Das bedeutet, dass das Kind nicht mehr genug Sauerstoff und Nährstoffe bekommt, was sein Wachstum stören kann.) kann etwas höher als vorher sein. Zudem scheinen Bluthochdruck während der Schwangerschaft, eine vorzeitige Geburt sowie ein niedrigeres Geburtsgewicht häufiger vorzukommen.
Für die nierenerkrankte Person bedeutet dies:
Die Empfängerin oder der Empfänger kann durch die Operation oder infolge der Transplantation Komplikationen bekommen. Es ist möglich, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert oder die Niere abgestoßen wird. Durch die notwendigen Medikamente nach einer Organtransplantation kann die Empfängerin oder der Empfänger vermehrt Infektionskrankheiten bekommen.
Was wissenschaftliche Studien sagen
Für Spenderinnen und Spender gilt:
Bei etwa 20 von 1.000 Personen kommt es zu Komplikationen während der Operation.
Bei etwa 70 von 1.000 Personen kommt es zu Komplikationen während der Genesungsphase nach der Operation.
Etwa 10 von 1.000 Personen benötigen eine weitere Operation aufgrund von Komplikationen.
Etwa 30 von 1.000 Personen bekommen Infektionen.
Etwa 30 von 1.000 Personen müssen erneut ins Krankenhaus.
Etwa 60 von 1.000 schwangeren Frauen, die in der Vergangenheit eine NiereDie Hauptaufgabe der Nieren ist es, das Blut zu reinigen. Sie filtern das Blut und leiten Stoffwechselabfälle zusammen mit überflüssigem Wasser als Urin aus dem Körper. Außerdem stellen Ihre Nieren Hormone her, die für den Blutdruck, den Knochenstoffwechsel und die Bildung von roten Blutkörperchen verantwortlich sind. So sorgen die Nieren auch dafür, dass der Mineralhaushalt des Körpers stabil bleibt. gespendet haben, bekommen eine Schwangerschaftsvergiftung. Bei Frauen in der Allgemeinbevölkerung sind es etwa 30 von 1.000.
Ein Todesfall aufgrund der Operation tritt bei etwa 1 von 1.000 Personen auf.
Der Arzt warnt vor Risiken und Konsequenzen
Der Arzt zählt diverse Risiken auf
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.