Vorheriges Thema: Mit welchen Nebenwirkungen oder Komplikationen muss ich rechnen?

Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Alltag aus?

Wie fühle ich mich vor und nach der Behandlung?

Vor einer OrganspendeAls Organspende bezeichnet man die Verpflanzung eines Organs oder von Teilen eines Organs (zum Beispiel Zellen oder Gewebe) von einem Spender auf einen Empfänger. Ziel ist es, einem Erkrankten das Überleben zu ermöglichen. machen sich viele Personen Sorgen, wie das Leben mit nur einer Niere aussieht und was ist, wenn die verbliebene NiereDie Hauptaufgabe der Nieren ist es, das Blut zu reinigen. Sie filtern das Blut und leiten Stoffwechselabfälle zusammen mit überflüssigem Wasser als Urin aus dem Körper. Außerdem stellen Ihre Nieren Hormone her, die für den Blutdruck, den Knochenstoffwechsel und die Bildung von roten Blutkörperchen verantwortlich sind. So sorgen die Nieren auch dafür, dass der Mineralhaushalt des Körpers stabil bleibt. erkrankt. Etwa die Hälfte der Spenderinnen und Spender, die vor dem Eingriff besorgt waren, geben an, nach der Spende weniger Sorgen deswegen zu haben. Rückblickend befragt, ob sie ihre Niere nochmal spenden würden, bejahen dies 94 von 100 Personen. 4 von 100 Personen würden nicht nochmal spenden. Ein Grund hierfür kann sein, dass die Narbe Beschwerden bereitet und auffälliger ist als erwartet.

Eine psychologische Begleitung kann auch sehr hilfreich sein, falls sich der Gesundheitszustand des Empfängers nicht wie erhofft verbessert oder es zu Komplikationen kommen sollte. Es kann leider nicht vorhergesehen werden, wie das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. auf das Spenderorgan reagiert und es kann auch noch nach längerer Zeit zu Problemen kommen.

Für die nierenerkrankte Person bedeutet dies:

Die Empfängerin oder der Empfänger gewinnt in der Regel mit der neuen Niere erheblich mehr Freiheit und Unabhängigkeit, weil die zeitaufwändige Blutwäsche entfällt. Die Symptome des Nierenversagens sollten verschwinden.

Wie hoch ist der Zeitaufwand im Alltag?

Sie verbringen nach der Operation noch wenige Tage im Krankenhaus. Anschließend sind Sie je nach Tätigkeit noch für mindestens 3 Wochen krankgeschrieben. Während der Genesungsphase sollten Sie für etwa 6 Wochen auf starke körperliche Belastung sowie schweres Heben verzichten. Es sind lebenslang regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen nötig, um Spätfolgen der Nierenspende wie Bluthochdruck möglichst vorzubeugen. Mit leichtem Sport können Sie in der Regel nach 12 Wochen wieder beginnen. Am besten steigern Sie die Belastung langsam. In der Regel müssen Sie nach einer Nierenspende keine spezielle Diät befolgen.

Was ist im Alltag wichtig zu wissen oder zu beachten?

Bei einer Lebendnierenspende übernimmt die Krankenkasse der Empfängerin oder des Empfängers die Kosten für Ihre medizinische Betreuung, Krankengeld und eventuelle Fahrtkosten.

Befragungen lassen vermuten, dass es keinen Unterschied zwischen der Lebensqualität von Personen, die eine Niere gespendet haben, und der Allgemeinbevölkerung gibt. Dabei spielt vermutlich auch der im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung besonders gute Gesundheitszustand der Spenderinnen und Spender eine Rolle. Jedoch scheint die Lebensfreude von Spenderinnen und Spendern eher höher zu sein.

Nach der Entnahme kann ein Foto der Niere gemacht werden, zum einen zur Dokumentation und zum anderen möchten viele Spenderinnen und Spender sowie die Empfänger die Niere gerne sehen. Dies kann auch bei der persönlichen Verarbeitung des Eingriffs helfen.

Nach der Entnahme einer Niere hat die Spenderin oder der Spender noch etwa 50 Prozent der Nierenleistung. Im Laufe der Zeit kann sich diese auf 70 Prozent steigern.

Was kann ich selbst noch tun?

Medikamente wie bestimmte Schmerzmittel können die Nieren belasten. Lassen Sie sich daher von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten, was Sie bei Arzneimitteln beachten sollten.

Der Arzt rechnet mit wenig Einschränkungen bei gesundem Lebensstil

Der Arzt weist auf eingeschränkte Belastbarkeit hin



Nächstes Thema: Niere behalten

Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.