Vorheriges Thema: Wie läuft die Behandlung für mein Kind ab?

Was bringt die Behandlung?

Was ist das Ziel der Behandlung?

Es soll verhindert werden, dass sich Blutgerinnsel bilden, die Blutgefäße einengen oder gar vollständig verstopfen. Damit soll zum Beispiel einem Schlaganfall oder einer Lungenarterienembolie vorgebeugt werden.

Wie wirkt sich die Behandlung auf thromboembolische Komplikationen aus?

Gerinnungs- oder Plättchenhemmer können das Risiko von thromboembolischen Komplikationen im Vergleich zur Nichtbehandlung halbieren.

Konkret in Zahlen:

Wahrscheinlich treten innerhalb von 7 Jahren thromboembolische Komplikationen bei …

  • etwa 9 von 100 Patientinnen und Patienten mit Vorsorgebehandlung (Vitamin-K-Antagonisten oder Acetylsalicylsäure) auf.

  • etwa 19 von 100 Patientinnen und Patienten ohne Vorsorgebehandlung auf.

Es ist wichtig, dass die Dosis des Medikaments richtig eingestellt ist. Liegt die Blutgerinnung nicht innerhalb des INR-Zielbereiches, kann das Risiko für eine Thrombusbildung sogar höher sein.

Wie wirkt sich die Behandlung auf die Lebensqualität meines Kindes aus?

Gerinnungshemmer schränken den Alltag Ihres Kindes nicht besonders ein.

Sie und Ihr Kind brauchen sich weniger Sorgen zu machen, dass eine thromboembolische Komplikation eintritt.

Kleinere Blutungen aufgrund der verzögerten Blutgerinnung erfordern selten eine ärztliche Behandlung. Bei stärkeren Blutungen sollte Ihr Kind immer ärztlich versorgt werden.

Beschränkungen, um Verletzungen zu vermeiden, empfindet Ihr Kind möglicherweise einengend.

Die gewünschte Wirkung wird nur erzielt, wenn die richtige Dosis genau eingehalten wird. Dafür sollten die Medikamente zuverlässig eingenommen und der INR-WertDer INR-Wert oder International Normalized Ratio ist ein Maß dafür, wie lange es dauert, bis das Blut gerinnt. regelmäßig kontrolliert werden. Das erfordert Disziplin, was manchmal schwer fällt.

Es sind regelmäßige Blutuntersuchungen nötig, die Ihr Kind möglicherweise als belastend empfindet. Die regelmäßigen Kontrollen können Ihnen und Ihrem Kind aber auch zusätzliche Sicherheit geben und somit die Lebensqualität steigern.

Darf mein Kind Sport treiben?

Für Gerinnungs- und Plättchenhemmer gilt:

  • Ihr Kind kann entsprechend seiner körperlichen Leistungsfähigkeit Sport treiben.

  • Bei Kontaktsportarten wie zum Beispiel Fußball und Basketball mit intensiven Zweikämpfen oder Kampfsport sollte Ihr Kind zurückhaltend sein.

  • Auf verletzungsreiche Sportarten sollte es aufgrund der erhöhten Blutungsgefahr gegebenenfalls verzichten.

Der Arzt spricht über das Ziel der Behandlung



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.