Vorheriges Thema: Mit welchen Nebenwirkungen oder Komplikationen muss ich rechnen?

Wie wirkt sich die Behandlung auf den Alltag meines Kindes aus?

Wie hoch ist der Zeitaufwand im Alltag?

Der Zeitaufwand ist größer als bei der Behandlung mit Plättchenhemmern.

Die Blutgerinnung muss regelmäßig kontrolliert werden, da eine schlecht eingestellte Blutverdünnung von Nachteil ist. Ein zu niedriger INR-WertDer INR-Wert oder International Normalized Ratio ist ein Maß dafür, wie lange es dauert, bis das Blut gerinnt. schützt nicht vor Blutgerinnseln, bei einem zu hohen INR-Wert besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko. Die Kontrolle kann durch die Kinderärztin/den Kinderarzt erfolgen.

Viele Eltern nutzen die Möglichkeit, den INR-Wert bei ihrem Kind mit einem Heimmessgerät selbst zu bestimmen. Die Technik wird Ihnen in einem Kurs vermittelt. Auch ältere Kinder und Jugendliche können die Technik leicht erlernen und den INR-Wert bei sich selbst kontrollieren. Dadurch können Sie und Ihr Kind den Alltag unabhängiger gestalten. Die Selbstkontrolle des INR-Wertes reduziert die Arztbesuche, ersetzt sie aber nicht.

Was ist außerdem wichtig zu wissen oder zu beachten?

Vor einer geplanten Operation sollten Sie mit der Kinderkardiologin/dem Kinderkardiologen Kontakt aufnehmen. Diese/dieser schätzt die Risiken für Ihr Kind ab und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Gegebenenfalls wird die Dosis angepasst oder die Medikamente werden vorübergehend abgesetzt.

Es können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, aber auch mit Nahrungsmitteln auftreten:

  • Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung bei der Einnahme von AcetylsalicylsäureASS ist die Abkürzung für den Wirkstoff Acetylsalicylsäure. In niedriger Dosierung wird ASS zur Blutverdünnung eingesetzt, da er die Funktion der Blutplättchen hemmt. In höherer Dosierung wirkt ASS schmerzlindernd. (als Schmerzmittel in höherer Dosis) und Antibiotika. Werden diese zusammen mit Gerinnungshemmern eingenommen, können schwere Blutungen auftreten.

  • Abschwächung der Wirkung durch den Verzehr Vitamin K-reicher Lebensmittel, zum Beispiel Grünkohl, Spinat oder Brokkoli.

Sprechen Sie mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt über alle Arzneimittel, die Ihr Kind außerdem einnimmt oder ergänzend einnehmen soll. Das gilt auch für pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel.

Sprechen Sie mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt über die Ernährungsgewohnheiten Ihres Kindes. Obwohl die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, muss Ihr Kind keine spezielle Diät einhalten. Sie sollten jedoch auf eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung achten.

Hat Ihr Kind häufig Durchfall, dann sollten Sie besonders achtsam sein. Es kann zu einem Vitamin K-Mangel und somit zu einem hohen Blutungsrisiko führen.

Bevor Sie verreisen, sollten Sie mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt besprechen, wie die regelmäßige Kontrolle der Gerinnungswerte bei Ihrem Kind sichergestellt werden kann.

Wie wichtig ist Therapietreue?

Damit die Gerinnungshemmer richtig wirken, ist eine zuverlässige Einnahme wichtig.

Die Ärztin spricht über die Selbstdisziplin bei der Tabletteneinnahme

Der Arzt spricht über die Auswirkung der Therapie im Alltag



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.