Was bringt mir die Behandlung?
Was ist das Ziel der Behandlung?
Das Ziel der medikamentösen Therapie ist es, die Entzündung im Dickdarm zu hemmen und damit die Symptome zu verbessern. Zusätzlich soll die Entzündungs- und Symptomfreiheit (RemissionRemission bedeutet, dass Krankheitssymptome deutlich zurückgegangen sind. Dies kann eine deutliche Besserung oder auch das komplette Verschwinden der Beschwerden sein, sodass sich die Person wieder ganz gesund fühlt.) langfristig erhalten bleiben.
Wie wirkt sich die Behandlung auf meine Symptome aus?
Man kann nicht voraussagen, wie sich Ihre Symptome im Laufe der Zeit verändern werden. Es ist möglich, dass sich Ihre Symptome verbessern, gleich bleiben oder sich weiter verschlimmern. Infolge der Entzündungen im Darm kann es zu Komplikationen wie einer Verengung (StenoseEine Stenose ist ein Sammelbegriff für Verengungen in verschiedenen Bereichen des Körpers. Eine Stenose kann sich im Laufe des Lebens bilden, angeboren sein oder durch Unfälle und Erkrankungen entstehen.) oder einem Durchbruch der Darmwand (Perforation) kommen.
Es kann sein, dass sich durch die medikamentöse Behandlung eine Operation vermeiden lässt. Es ist jedoch auch möglich, dass Sie später eine Operation benötigen, zum Beispiel aufgrund von Komplikationen.
Wie lange wirkt die Behandlung?
Je nach Medikament hält die Wirkung sehr unterschiedlich lange an. Die Wirkung der Medikamente lässt in der Regel innerhalb von Stunden bis Tagen nach, wenn Sie sie absetzen. Einige BiologikaAls Biologika bezeichnet man Medikamente, die biotechnologisch hergestellt werden. Bei den Wirkstoffen handelt es sich um spezielle Eiweiße (Antikörper). können auch mehrere Wochen lang wirken.
Wie wirkt sich die Behandlung auf mein Darmkrebsrisiko aus?
Ihr Risiko für Darmkrebs hängt von mehreren Faktoren ab. Zum Beispiel davon, ob Sie familiär bedingt eine erhöhte Neigung haben (genetisch bedingter Darmkrebs). Man vermutet, dass das Darmkrebsrisiko mit zunehmender Erkrankungsdauer steigt. Daher sollten Sie regelmäßig an einem Darmkrebs-Screening teilnehmen. Durch eine Darmspiegelung kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mögliche Veränderungen der Darmwand erkennen. Die erste Screening-Untersuchung sollte 6 bis 8 Jahre nach der Diagnose stattfinden.
Je nachdem wie hoch Ihre Krankheitsaktivität und Ihr Darmkrebsrisiko sind, sollten Sie eine Darmspiegelung in kürzeren Abständen durchführen lassen – in der Regel alle 1 bis 4 Jahre.
Das Darmkrebsrisiko ist erhöht, wenn Sie zum Beispiel gleichzeitig eine entzündliche Erkrankung der Gallenwege (sklerosierende Cholangitis) haben. Bei dieser Erkrankung sollte eine Darmspiegelung sicherheitshalber jedes Jahr erfolgen.
Wissenschaftliche Studien sagen:
Von 100 Personen, die kürzer als 10 Jahre an Colitis ulcerosa erkrankt sind und die weiterhin Medikamente nehmen, bekommen vermutlich bis zu 2 Personen in den nächsten 10 Jahren Darmkrebs.
Von 100 Personen, die seit 10 bis 20 Jahren erkrankt sind und die weiterhin Medikamente nehmen, bekommen vermutlich bis zu 4 Personen in den nächsten 10 Jahren Darmkrebs.
Von 100 Personen, die seit 20 bis 30 Jahren erkrankt sind und die weiterhin Medikamente nehmen, bekommen vermutlich bis zu 5 Personen in den nächsten 10 Jahren Darmkrebs.
Wie wirkt sich die Behandlung auf meine Lebensqualität aus?
Es lässt sich nicht vorhersagen, wie sich die Medikamente in Zukunft auf Ihre Lebensqualität auswirken. Wenn sich Ihre Symptome verbessern, fördert dies Ihre Lebensqualität.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.