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Mit welchen Nebenwirkungen oder Komplikationen muss ich rechnen?

Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in den Beipackzetteln weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein. Bitte beachten Sie auch, dass Sie hier nur Angaben finden, die auf die Behandlung zurückgehen. Symptome der Krankheit selbst sind hier nicht berücksichtigt.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Welche Nebenwirkungen auftreten können, hängt von den Medikamenten ab, die Sie einnehmen. Je nach Wirkstoff können die möglichen Nebenwirkungen sehr unterschiedlich sein. Daher finden Sie hier nur einen Überblick über gängige häufige Nebenwirkungen. Eine vollständige Aufzählung finden Sie zum Beispiel in den jeweiligen Gebrauchsinformationen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird die Wahrscheinlichkeit der möglichen Nebenwirkungen mit Ihnen besprechen, bevor Sie ein neues Medikament bekommen.

Leichte bis mittelschwere Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie können zum Beispiel sein:

  • Übelkeit und Erbrechen: Möglich bei Adalimumab, Azathioprin, Ciclosporin, Infliximab, Mycophenolsäure, Tacrolimus, Ustekinumab und Vedolizumab.

  • Schwindel: Möglich bei Adalimumab, Azathioprin, Golimumab, Infliximab, Mycophenolsäure, Ustekinumab und Tacrolimus.

  • Gesteigerter Appetit und Gewichtszunahme: Möglich bei Ciclosporin und Kortikosteroiden.

  • Gelenkschmerzen: Möglich bei Azathioprin, Infliximab, Tacrolimus, Mycophenolsäure, Ustekinumab und Vedolizumab.


Mögliche schwere Nebenwirkungen können zum Beispiel sein:

  • Infektionen aufgrund eines geschwächten Immunsystems können bei allen Wirkstoffen auftreten.

  • Allergische Reaktionen/Überempfindlichkeitsreaktionen: Möglich bei Adalimumab, Azathioprin, Golimumab, Kortikosteroide, Mycophenolsäure, Tacrolimus, Ustekinumab und Vedolizumab.

  • Herz-Kreislauf-ErkrankungenDer Begriff fasst unter anderen folgende Krankheitsbilder zusammen: Schlaganfall (Apoplex), Herzinfarkt (Myokardinfarkt), periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).: Möglich bei Adalimumab, Golimumab, Infliximab, Mycophenolsäure und Tacrolimus.

  • Lebererkrankungen wie HepatitisDie Hepatitis ist eine Entzündung der Leber. Sie wird meist durch eine Infektion mit Viren ausgelöst, die mit Buchstaben bezeichnet werden (A, B, C, D, E und G). Andere mögliche Ursachen für eine Hepatitis sind Bakterien, Parasiten oder Gifte.: Möglich bei Adalimumab, Ciclosporin, Golimumab,  Infliximab, Mycophenolsäure und Tacrolimus.

  • Schmerzhafter Hautausschlag: Möglich bei Adalimumab, Azathioprin, Golimumab, Infliximab, Kortikosteroide, Mycophenolsäure, Tacrolimus,  Ustekinumab und Vedolizumab.

Welche Komplikationen können auftreten?

Infolge der Entzündungen im Darm kann es zu Komplikationen wie zum Beispiel einer Verengung (StenoseEine Stenose ist ein Sammelbegriff für Verengungen in verschiedenen Bereichen des Körpers. Eine Stenose kann sich im Laufe des Lebens bilden, angeboren sein oder durch Unfälle und Erkrankungen entstehen.) oder einem Durchbruch der Darmwand (Perforation) kommen.

Der Arzt spricht über Nutzen und Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie.



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.