Was bedeutet meine Erkrankung?

Der Arzt möchte sich mit Patientinnen für die passende Therapie entscheiden

Diese Information betrifft Sie, wenn Sie durch eine Beckenbodenschwäche Probleme mit einer Scheiden- oder Gebärmuttersenkung haben.

Die Organe im Inneren des Körpers werden durch Bindegewebe und Muskeln fest miteinander verbunden und bleiben so an Ihrem Platz. Bei Frauen halten auf diese Art die Muskeln und Bindegewebsschichten des Beckenbodens die Gebärmutter und die anderen Organe des Beckens in ihrer Position (Abbildung 1)

Beckenboden
Harnblase
Gebärmutter
Darm

Wenn die Stabilität und die Elastizität des Beckenbodens nachlassen, kann er diese Haltefunktion nicht mehr wie gewohnt erfüllen. Das wird als Beckenbodenschwäche (Beckenbodeninsuffizienz) bezeichnet. Die Beckenorgane wie zum Beispiel die Gebärmutter oder die Scheidenwände können dann absinken (Abbildung 2 - 4).

Eine leichte Beckenbodenschwäche bemerken viele Frauen gar nicht. Sinken die Organe aber stärker ab, verursacht das Beschwerden im Unterleib wie zum Beispiel ziehende Schmerzen und ein Druck- oder Fremdkörpergefühl in der Scheide. Dazu kommen häufig Probleme beim Wasserlassen und beim Stuhlgang. Auch Geschlechtsverkehr kann schmerzhaft sein.

Eine Beckenbodenschwäche kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Manche Frauen haben bereits erblich bedingt ein schwächeres Bindegewebe. Andere Einflüsse, die zu einer Schwächung des Beckenbodens führen können, sind zum Beispiel:

  • Schwangerschaften und Geburten (insbesondere komplizierte oder schnell aufeinander folgende Geburten)

  • Übergewicht

  • schwere körperliche Arbeit

  • anhaltende Verstopfung

  • anhaltender Husten

  • erhöhtes Alter

Außerdem scheinen Rauchen und Diabetes mellitus das Risiko für eine Beckenbodenschwäche zu erhöhen. Ob eine Gebärmutterentfernung das Risiko für eine Senkung der anderen Beckenorgane erhöht, ist nicht klar.

Je nachdem, wie tief die Beckenorgane sinken, werden 4 Stufen der Senkung unterschieden:

Grad 1: Die Organe sinken nur leicht ab

Grad 2: Die Organe sind bis zum Scheidenausgang abgesunken

Grad 3: Scheide oder Gebärmutter treten bis zu 1 cm aus der Scheidenöffnung aus

Grad 4: Scheide oder Gebärmutter treten zu einem großen Teil aus der Scheidenöffnung heraus

Die Patientin hat die Senkung gespürt

Die Patientin war durch ihren Harndrang eingeschränkt

Der Arzt erläutert Ursachen und das Krankheitsbild



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.