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Wie läuft die Behandlung für mich ab?

Was passiert bei der Behandlung?

Bei dieser Behandlungsmethode wird die Gehirnregion, von der der Tremor ausgeht, zielgerichtet mit elektrischen Impulsen stimuliert. Die Impulse werden in einem Schrittmacher erzeugt und über einen Draht zu den Elektroden geleitet.

Je nach Ihrer persönlichen Situation, lassen sich entweder beide Seiten oder nur eine Seite des Gehirns mit der tiefen Hirnstimulation behandeln. Bei dieser Behandlungsmöglichkeit wird kein Gehirngewebe geschädigt.

In einer Operation werden dünne Elektroden zielgenau in Ihrem Gehirn platziert. Da das Gehirn selbst keine Schmerzen empfinden kann, reicht hierfür eine örtliche Betäubung aus. Ihr Kopf befindet sich während des Eingriffs in einem Gestell, damit er stabil in Position bleibt und sich nicht bewegen kann. Da Sie während des Eingriffs nicht auf die Toilette gehen können, erhalten Sie meist einen Blasenkatheter.

Um die feinen Elektroden einzuführen, ist ein 1 cm großes Loch oben auf Ihrem Kopf als Zugang nötig. Sollen Elektroden beide Seiten Ihres Gehirns stimulieren, sind 2 Löcher in der Schädeldecke nötig. Vor der Behandlung ist es nötig, Ihre Haare abzurasieren.

Sie sind wach, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Elektroden einsetzt. So können Sie und das medizinische Personal direkt erkennen, ob die Stimulation den Tremor lindert. Zusätzlich werden vor, während und nach dem Eingriff Aufnahmen von Ihrem Gehirn angefertigt.

Die rechte Gehirnhälfte ist für die linke Körperseite und die linke Gehirnhälfte für die rechte Körperseite zuständig. Daher sieht man den Effekt der Stimulation jeweils an der genüberliegenden Körperhälfte.

Sind die Elektroden platziert, bekommen Sie direkt im Anschluss den Schrittmacher (Impulsgeber) im Brustbereich unter die Haut eingesetzt. Dafür erhalten Sie eine Vollnarkose.

Der Impulsgeber sieht ähnlich aus wie ein Herzschrittmacher und ist über Kabel mit den Elektroden verbunden. Die Kabel verlaufen meist unter der Haut hinter den Ohren zu den Elektroden.

Impulsgeber
Kabel
Fixierung der Elektroden
Elektroden
elektrische Impulse

Benötige ich eine Operation?

Ja. Für die tiefe Hirnstimulation ist eine Operation erforderlich. Für das Einsetzen des Schrittmachers bekommen Sie eine Vollnarkose.

Der Gedanke, einen Eingriff am Gehirn bei vollem Bewusstsein zu erleben, kann beängstigend sein. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihre Ängste und Sorgen in Bezug auf die Behandlung.

Wo findet die Behandlung statt?

Gewöhnlich kommen Sie 1 Tag vor dem Eingriff ins Krankenhaus und bleiben insgesamt für etwa 2 Wochen dort. In der Zeit nach dem Eingriff werden der Schrittmacher und die Medikamente passend für Sie eingestellt.

Die Kontrolluntersuchungen im Anschluss finden ambulant statt.

Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden und wie lange dauert sie?

Die Elektroden und der Schrittmacher werden in einer Operation eingesetzt. Der Eingriff dauert zwischen 4 und 6 Stunden.

Sind die Elektroden und der Schrittmacher platziert und eingestellt, wird der entsprechende Gehirnbereich stimuliert. Sie können den Schrittmacher selbst ausschalten. Er kann jedoch auch dauerhaft in Betrieb bleiben.
Patientinnen und Patienten mit einem essenziellen Tremor sollten ihren Schrittmacher nachts ausschalten. Patientinnen und Patienten mit einer Parkinson-Erkrankung sollten ihn dauerhaft anlassen.

Alle 3 bis 7 Jahre ist es erforderlich, die Batterien des Schrittmachers auszutauschen. Dies geht jedoch meist ambulant, also ohne einen weiteren Krankenhausaufenthalt. Mit einer tiefen Hirnstimulation sind engmaschige Kontrolluntersuchungen nötig.

Die Ärztin schildert den operativen Einsatz des Schrittmachers



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.