Was bedeutet meine Erkrankung?
Diese Information betrifft Sie, wenn Sie einen essenziellen Tremor oder einen Tremor aufgrund einer Parkinson-Erkrankung haben. Trotz einer Behandlung mit Medikamenten sind Ihre Symptome nicht ausreichend unter Kontrolle.
Tremor ist der medizinische Fachbegriff für ein Zittern. Dabei ziehen sich entgegengesetzt wirkende Muskelgruppen immer wieder rhythmisch zusammen. Ein Tremor kann eine normale körperliche Reaktion sein – zum Beispiel auf Kälte, Angst oder Schmerz. Er kann aber auch durch Medikamente oder verschiedene Erkrankungen hervorgerufen werden.
Eine Tremor-Erkrankung kann sich ganz unterschiedlich äußern. Der Tremor kann sehr stark oder auch kaum spürbar sein, das Zittern kann schnell oder langsam sein. Manche Formen setzen in Ruhephasen ein, andere in Aktion, nur beim Halten von Gegenständen, bei bestimmten Bewegungen oder bei starken Gefühlen. Oft betrifft der Tremor nur einzelne Körperteile (zum Beispiel die Hände, Füße, den Kiefer, den Kopf oder die Stimmbänder). Manchmal zeigt sich das Zittern auch am ganzen Körper.
Bei einem essenziellen Tremor zittert ein Mensch stark, ohne dass eine körperliche Ursache dafür festgestellt wird. Das Zittern tritt meist nur in Aktion, das heißt in Bewegung auf (Aktionstremor). Der essenzielle Tremor zählt zu den häufigsten Formen des Zitterns.
Der Tremor ist auch ein häufiges Symptom bei einer fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung (Morbus Parkinson). Dabei handelt es sich um einen sogenannten Ruhetremor, bei dem das Zittern nur in Ruhephasen auftritt.
Wie der essenzielle Tremor im Gehirn genau entsteht, weiß man noch nicht. Durch bildgebende Verfahren weiß man allerdings, welche Regionen des Gehirns betroffen sind. Bei 6 von 10 Menschen mit essenziellem Tremor ist die Erkrankung vererbt, das heißt der Tremor entsteht durch Veränderungen des Erbguts, die von Eltern an Kinder weitergegeben werden. Die Veränderung des Erbguts kann aber auch spontan auftreten, so dass es zu einer neuronalen Fehlfunktion im Kleinhirn führt.
Bei einer Parkinson-Erkrankung werden Nervenzellen im Gehirn geschädigt, die den Botenstoff DopaminDopamin ist ein Botenstoff im Gehirn. Er sorgt dafür, dass Informationen zwischen den Nervenzellen weitergegeben werden. Ist zu wenig Dopamin vorhanden, ist dieser Prozess gestört. produzieren. Das Dopamin ist unter anderem dafür zuständig, elektrische Impulse vom Gehirn über die Nerven an die Muskeln weiterzuleiten. Ohne das Dopamin können daher Bewegungen nicht mehr richtig gesteuert werden. Man geht davon aus, dass das auch die Ursache für das Zittern ist.
Die Patientin hat sich eine Zweitmeinung eingeholt
Der Patient lernte seine Diagnose zu akzeptieren
Der Arzt beschreibt den essentiellen Tremor
Der Arzt beschreibt den Tremor durch Parkinson
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.