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Wie läuft die Behandlung für mich ab?

Was passiert bei der Behandlung?

Medikamente lindern im Vergleich zu den Bewegungstherapien kurzfristiger die Beschwerden, bekämpfen aber keine Ursachen. Da jedes wirksame Medikament auch Nebenwirkungen haben kann, sollen Medikamente grundsätzlich eingenommen werden …

  • in der niedrigsten noch wirksamen Dosierung

  • nur so lange wie erforderlich

  • unter regelmäßiger Kontrolle

Bitte beachten Sie: Alle folgenden Angaben gelten für durchschnittliche Patientinnen und Patienten. Ein Beispiel: Für einen jungen, ansonsten gesunden Patienten ist Diclofenac eine effektive Behandlung und wenig gefährlich, für einen alten Patienten mit Bluthochdruck kann es dagegen sehr gefährlich sein. Für Sie persönlich kann die Abwägung der Vor- und Nachteile also anders aussehen.

Bitte beachten Sie: Alle folgenden Angaben gelten nur für die kurzzeitige Einnahme der Medikamente.

Folgende Medikamente sind beim Kreuzschmerz wahrscheinlich wirksam:

  • Nicht-steroidale Antirheumatika/Antiphlogistika (zum Beispiel Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen) = konventionelle NSAR

Folgende Medikamente sind vermutlich wirksam:

  • COX-2-Hemmer (zum Beispiel Celecoxib, Etoricoxib), wenn Sie konventionelle Antirheumatika nicht nehmen können

  • Metamizol, wenn Antirheumatika nicht in Frage kommen

  • Opioide (zum Beispiel MorphinMorphin wirkt im Gehirn und im Rückenmark, dort unterdrückt es die Schmerzsignale. Es kann stärkere Schmerzen lindern und beruhigend wirken. Morphin hat Nebenwirkungen wie Verstopfung, Übelkeit, Schwindel und Müdigkeit. In höheren Dosierungen kann Morphin auch das Eintreten des Todes beschleunigen, da es die Atmung vermindert (Atemdepression)., Tramadol) für 4 bis 12 Wochen, spätestens danach sollte die Therapie überprüft werden

  • Opioide in seltenen Fällen langfristig, wenn wirksam und verträglich. Die Therapie soll nur in einem Gesamtkonzept angewendet werden. Das Konzept soll mehrere medizinische Fachdisziplinen einbeziehen und auch physio- und psychotherapeutische Verfahren enthalten.

  • Antidepressiva um die körpereigene Schmerzunterdrückung zu stärken, bei Schlafstörungen und wenn Depressionen die Behandlung verhindern

  • Capsaicin (Pflaster, Cremes)

  • Paracetamol

Einige Medikamente sind beim chronischen Kreuzschmerz vermutlich nicht wirksam: zum Beispiel Teufelskralle, Diclofenac-Gel sowie Muskelrelaxanzien.

Zu Cannabis-haltigen Medikamenten äußert sich die Leitlinie nicht. Generell ist kein schmerzlindernder Effekt zu erwarten. Sie können laut Gesetz trotzdem im Einzelfall verschrieben werden.

Folgende Prinzipien werden empfohlen:

  1. Medikamentengabe nach Schema: Für kurze Zeit eine Gabe von Antirheumatika wie Dicolfenac oder Ibuprofen. Falls Sie damit keine spürbare Besserung erreichen oder die Anwendung von Antirheumatika nicht möglich ist, wird Metamizol und/oder Cox-2-Hemmer gegeben. Falls diese wirkungslos bleiben, werden Opiode eingesetzt.

  2. Mechanismen-orientierte Therapie: Hierbei sind die Medikamente auf die spezifische Ursache der Schmerzen abgestimmt. Zum Beispiel können beim Nervenschmerz Medikamente wie Antidepressiva oder Antiepileptika hilfreich sein.

Wo findet die Behandlung statt?

Die Medikamente können in der Regel zu Hause eingenommen werden.

In manchen Fällen werden die Medikamente in der Ambulanz verabreicht, wie zum Beispiel Capsaicin. Wenn Medikamente nicht vertragen werden oder wenn es schwerere Begleiterkrankungen gibt, kann die Einstellung auf bestimmte Medikamente einen stationären Aufenthalt erfordern.

Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden und wie lange dauert sie?

Die Medikamente sollen so lange eingenommen werden, wie es die Schmerzen erfordern. Die individuelle Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ist wichtig, um die Dosierung anzupassen oder die Behandlung mit einem bestimmten Medikament gegebenenfalls rechtzeitig beenden zu können. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sollte regelmäßig Kontrolluntersuchungen durchführen.

Die Ärztin beschreibt die medikamentöse Therapie

Der Arzt bewertet die Behandlung mit Medikamenten

Der Arzt bewertet den Einsatz von medizinischem Cannabis zur Therapie



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.