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Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?

Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in Ihrem Aufklärungsbogen weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Im Folgenden sind die in der Praxis wesentlichen Nebenwirkungen nach Substanzen aufgeführt:

  • Antirheumatika und COX-2-Hemmer: Magen-Darm-Blutungen, Nierenschäden (abhängig von Dosis und Anwendungszeitraum), bei Langzeiteinnahme erhöhtes Risiko für Durchblutungsprobleme am Herzen und im Gehirn (Herzinfarkt, Schlaganfall)

  • Metamizol: Schwindel, Übelkeit, gefährliche Veränderung des Blutbildes (sehr selten, die speziellen Symptome erklärt Ihnen zur Sicherheit Ihre Ärztin oder Ihr Arzt)

  • Opioide: Da Opioide die Organe nicht direkt schädigen, zählen sie prinzipiell zu den nebenwirkungsarmen Mitteln. Allerdings können auftreten: Abhängigkeit, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Sedierung, Juckreiz, Schwindel, verringerte kognitive Leistungsfähigkeit, Mundtrockenheit, verstärktes Schwitzen, Kopfschmerz, Einschränkung der emotionalen Schwingungsfähigkeit, Verlust des sexuellen Verlangens, eingeschränkte Fahr- und Arbeitsfähigkeit sowie Einschränkungen in der Freizeit

  • Antidepressiva: Dämpfung, Konzentrationsstörungen, Mundtrockenheit, Gewichtsveränderungen

  • Antiepileptika: Schwindel, Gangunsicherheit, Störungen der Feinmotorik, Wassereinlagerungen

  • Cannabis: möglich sind Euphorie, Angst, Müdigkeit, Übelkeit, aber auch Appetitsteigerung, reduzierte psychomotorische Leistungsfähigkeit sowie schneller Puls, Blutdruckabfall, Schwindel, Kreislaufkollaps. Für medizinisches Cannabis gibt es noch relativ wenige Erfahrungen.

Mit Ausnahme der Antirheumatika, Cox-2-Hemmern und Metamizol haben die anderen Medikamente alle direkte Wirkungen auf Nerven und das Gehirn (= zentralwirksame Medikamente). Dämpfende Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Schwindel nehmen im Verlauf der Behandlung meist ab. Die Einstellung auf diese Medikamente erfolgt daher in der Regel mit langsam ansteigender Dosis und richtet sich nach dem individuellen Effekt und der Verträglichkeit.

Die Ärztin betont, wie wichtig bei Nebenwirkungen der Dialog mit der Patientin / dem Patienten ist

Die Ärzte weisen auf die möglichen Nebenwirkungen hin



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.