Was bedeutet meine Erkrankung?

Diese Information betrifft Sie, wenn Sie eine mittelschwere bis schwere Neurodermitis haben und die bisherige Behandlung nicht ausreichend geholfen hat. Zu Ihrer bisherigen Therapie gehören die Basispflege (Hautpflege), Medikamente und Cremes, die äußerlich auf die betroffenen Körperstellen aufgetragen werden. In dieser Entscheidungshilfe finden Sie Informationen zu Medikamenten, die auf den ganzen Körper wirken (systemische Therapie) und innerlich angewendet werden.

Die Haut ist aus 3 Schichten aufgebaut: der Unterhaut (Subkutis) (3), der Lederhaut (Dermis) (2) und der Oberhaut (Epidermis) (1). Die Oberhaut wiederum besteht aus der Basalschicht, der Stachelzellschicht und der Hornschicht.

Hornschicht
Stachelzellschicht
Basalschicht

Die Hornschicht ist der sichtbare Teil der Haut, der den Körper vor Krankheitserregern und anderen schädlichen Einwirkungen schützt. Bei Menschen mit Neurodermitis kann die Hornschicht ihre Schutzfunktion nicht richtig erfüllen. Meist ist sie durch Entzündungen geschädigt. Eine mögliche Ursache für diese Fehlfunktion sind veränderte GeneEin Abschnitt des Erbguts (DNA), der eine bestimmte Information enthält., die bei der Bildung der Oberhaut eine wichtige Rolle spielen.

Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist eine chronische Erkrankung der Haut. Neurodermitis ist nicht ansteckend und wird überwiegend vererbt. Das Hauptsymptom ist ein sehr belastender, oft quälender Juckreiz.

Welche Hautpartien typischerweise von der Neurodermitis betroffen und wie stark die Beschwerden sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt auch vom Alter ab. Häufig tritt Neurodermitis an den Kniekehlen, Ellenbeugen und am Nacken auf.

Die Haut eines an Neurodermitis Erkrankten verliert viel Feuchtigkeit und ist trockener als normale Haut. Außerdem fehlen ihr Hautfette. Sie wird mit der Zeit zunehmend rau, rissig und schuppt leicht. Zudem kann sich die Struktur der Haut verändern und gröber werden. Die geschädigte Haut bietet weniger Schutz vor Reizstoffen, allergieauslösenden Stoffen (AllergenenAllergene sind Stoffe, die eine Allergie auslösen können. Der Körper reagiert bei einer Allergie überempfindlich auf diese Stoffe, obwohl sie ungefährlich sind. Allergene sind zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben und bestimmte Eiweiße in Nahrungsmitteln.) und Keimen, die zu Entzündungen führen können. Bei solchen akuten Neurodermitis-Beschwerden ist die Haut gerötet, sie juckt und manchmal bilden sich nässende Stellen.

Die Patienten teilen ihre Erfahrungen mit Neurodermitis

Der Arzt beschreibt die häufigsten Symptome der Neurodermitis

Die Ärztin erklärt das Krankheitsbild

Die Ärztin bietet Therapiegespräche an



Nächstes Thema: Wie sieht meine Gesundheitssituation aus?

Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.