Die Möglichkeiten
Diese Entscheidungshilfe ist für Sie geeignet, wenn Ihre Neurodermitis (atopisches Ekzem) mittelschwer bis schwer ist und die bisherige Behandlung Ihnen nicht ausreichend geholfen hat. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Neurodermitis. Dies nennt man auch eine Stufentherapie. Je nach Schwere und Dauer der Neurodermitis sind verschiedene Medikamente für Sie geeignet. Verbessern die Medikamente einer Stufe Ihre Symptome nicht zufriedenstellend, können Sie Medikamente aus der nächsten Stufe anwenden. Diese Entscheidungshilfe beschreibt die Behandlung der Stufe 4.
Zur Basistherapie der Neurodermitis gehören Cremes (ohne entzündungshemmende Wirkstoffe), die Sie zur täglichen Pflege anwenden. Darüber hinaus können Sie bei Bedarf zusätzlich Medikamente (entzündungshemmende Cremes/Salben) verwenden, die äußerlich aufgetragen werden. Hier finden Sie Informationen zu Medikamenten, die auf den ganzen Körper wirken (systemisch). Diese Medikamente können Ihre Behandlung ergänzen. Sie nutzen also weiterhin Medikamente, Cremes oder andere Hautpflegeprodukte für die Neurodermitis, die Ihnen bisher geholfen haben.
Akute Beschwerden durch die Neurodermitis können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Vor allem der Juckreiz kann belastend sein sowie den Schlaf und die Konzentration stören. Manche Menschen schämen sich, wenn sie sichtbare Hautveränderungen haben. Eine passende Hautpflege, Medikamente und das Vermeiden von Reizstoffen können die Beschwerden meistens soweit lindern, dass ein weitgehend uneingeschränktes Leben möglich ist.
Im Alltag sollten Sie sogenannte Trigger meiden, die die Neurodermitis auslösen oder fördern können. Zu solchen Triggern gehören zum Beispiel Nahrungsmittel, das Material der Kleidung, Waschmittel, Lebensmittel, Schweiß sowie Hausstaubmilben und andere AllergeneAllergene sind Stoffe, die eine Allergie auslösen können. Der Körper reagiert bei einer Allergie überempfindlich auf diese Stoffe, obwohl sie ungefährlich sind. Allergene sind zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben und bestimmte Eiweiße in Nahrungsmitteln.. Daneben können Ihnen Entspannungstechniken oder eine psychologische Behandlung guttun. Etwa wenn Sie einen Zusammenhang zwischen Stress und der Stärke der Symptome bemerken oder die Erkrankung Sie psychisch belastet. Auch der Austausch mit anderen kann unterstützend und entlastend sein, etwa über Selbsthilfegruppen.
Das Neurodermitis-Zentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) bietet ein spezielles Schulungsprogramm an, wo Sie unterschiedliche Strategien zur Vermeidung möglicher Auslöser sowie zur Behandlung der Neurodermitis-Schübe erlernen können. Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Ernährungsfachleute geben Ihnen Tipps für den richtigen Umgang mit der Hautkrankheit im Alltag.
Für die Behandlung Ihrer mittelschweren oder schweren Neurodermitis kommen verschiedene Medikamente infrage. Sie wirken über unterschiedliche Wege entzündungshemmend.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.