Was bringt mir die Behandlung?
Was ist das Ziel der Behandlung?
Folgende Ziele werden angestrebt:
Der Tumor soll in seinem Wachstum gehindert beziehungsweise verkleinert werden.
Ihre Lebenszeit soll verlängert werden.
Ihre Beschwerden sollen gelindert werden.
Kann die Behandlung das Krebswachstum verzögern?
Mit unterstützenden Maßnahmen allein sieht man bei jeder zweiten Person, dass der Tumor nach 2 Monaten gewachsen ist. Die Therapie mit Signalwegehemmern kann den Krebs vermutlich zusätzlich weitere 2 bis 3 Monate kontrollieren.
Eine Antikörpertherapie kann den Krebs vermutlich noch etwas länger kontrollieren.
Kann die Behandlung mein Leben verlängern?
Mit unterstützenden Maßnahmen allein liegt die Lebenserwartung jeder zweiten Person bei über 6 Monaten. Bitte bedenken Sie: Diese Zahl ist nur ein grober Richtwert und kann im Einzelfall erheblich davon abweichen. Die Therapie mit Signalwegehemmern verlängert die Lebenserwartung vermutlich um etwa 3 Monate, sie liegt also dann bei jeder zweiten Person bei mehr als 9 Monaten. So gut schneiden vermutlich auch die lokalen Therapien ab. Mit der Kombinations-Antikörpertherapie können Sie wahrscheinlich noch mehr als 4 Monate länger leben als mit Signalwegehemmern.
Was Studien sagen
Die ausgewerteten Studien vergleichen Sorafenib mit jeweils einer anderen Behandlung. So ist nur ein indirekter Vergleich der Therapieoptionen möglich. Das senkt die Aussagekraft der Studien. Es zeigte sich kein Unterschied zwischen einer Behandlung mit Sorafenib und einer lokalen Therapie.
Konkret in Zahlen:
Die Hälfte der Patientinnen und Patienten lebt mit Sorafenib je nach Studie wahrscheinlich 2,3 beziehungsweise 2,8 Monate länger als mit unterstützenden Maßnahmen allein.
Die Hälfte der Patientinnen und Patienten lebt laut 1 Studie mit einer Antikörpertherapie wahrscheinlich um mehr als 4 Monate länger als mit Sorafenib.
Wie wirkt sich die Behandlung auf meine Lebensqualität aus?
Die Behandlung soll Ihre Lebensqualität vorübergehend verbessern. Es kann jedoch sein, dass Ihre Lebensqualität sinkt, wenn die Erkrankung weiter fortschreitet.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.