Wie läuft die Behandlung für mich ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Das übliche Verfahren der lokalen Therapie ist die sogenannte transarterielle Chemoembolisation (TACE) – eine lokal in der LeberDie Leber ist das wichtigste Organ für den Stoffwechsel und den Abbau von Stoffen (Entgiftung). Sie produziert Galle und Blutgerinnungsfaktoren und speichert Kohlenhydrate, Vitamine und Eisen. verabreichte Chemotherapie. Diese Behandlung soll die Krebsherde angreifen und aushungern. Bei der TACE wird mit örtlicher Betäubung in der Leiste ein sehr kleiner Zugang in ein Blutgefäß geschaffen (Gefäßpunktion). In dem Blutgefäß wird ein Schlauch (KatheterKatheter sind dünne biegsame Röhrchen oder kleine Schläuche, die in Blutgefäße, innere Hohlorgane oder eine Körperhöhle eingeführt werden können. Mediziner setzen Katheter zur Erkennung und zur Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen ein. Über einen Katheter kann das Fachpersonal Medikamente verabreichen, aber auch Flüssigkeiten aus dem Körperinneren ausleiten.) bis zur Leber vorgeschoben. Über den Katheter werden Krebsmedikamente (Zytostatika) möglichst nah an den Krebsherden abgegeben. Die Medikamente sollen den Tumor angreifen. Anschließend wird das Blutgefäß verstopft und abgedichtet. So wird der Krebsherd nicht mehr mit Blut versorgt und sozusagen ausgehungert.
In Einzelfällen kann eine weitere lokale Therapie infrage kommen, die sogenannte selektive intraarterielle Radiotherapie (SIRT). Diese Therapie könnte man als eine „Bestrahlung von innen“ bezeichnen. Dazu werden über einen Katheter kleine strahlende (radioaktive) Kügelchen (Partikel) in feine Blutgefäße in der Nähe des Tumors eingebracht. Dort sollen sie den Tumor in seinem Wachstum behindern.
Etwa 1 Woche vor der eigentlichen SIRT-Behandlung werden die Blutgefäße, die Ihre Leber versorgen, gründlich untersucht ("Shunt-Scan"). So kann die Behandlung gut geplant werden. Dafür wird über einen Katheter ein Färbemittel mit Technetium in die Blutgefäße gespritzt. In einer Schnittbilduntersuchung (CTEine Computertomographie (CT) ist eine bildgebende Untersuchung mit Röntgenstrahlen. Das röhrenförmige Gerät nimmt ein mehrdimensionales Bild einer bestimmten Körperregion oder des ganzen Körpers auf. Ein CT bedeutet wie alle Röntgenuntersuchungen eine Strahlenbelastung.) sind die Blutgefäße dann sichtbar.
Zusätzlich bekommen Sie unterstützende Maßnahmen zur Linderung Ihrer Beschwerden sowie zur Behandlung der Leberzirrhose.
Wo findet die Behandlung statt?
Sie werden in einer Klinik behandelt.
Nach der TACE-Therapie bleiben Sie für 1 Nacht in der Klinik. Für die ersten 4 Stunden nach der Untersuchung müssen Sie im Bett bleiben. Sie haben einen Druckverband in der Leiste, der auf Hinweise von Nachblutungen geprüft und später entfernt wird. Wenn alles in Ordnung ist, können Sie sich in der Klinik frei bewegen. Am Folgetag werden Ihre Blutwerte kontrolliert. Wenn auch diese in Ordnung sind, können Sie entlassen werden.
Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden und wie lange dauert sie?
Die TACE-Prozedur wird in der Regel in Abständen von 4 bis 12 Wochen wiederholt. Sowohl für die Voruntersuchung als auch für die eigentliche Behandlung bleiben Sie über Nacht in der Klinik.
Kann die Behandlung gestoppt oder rückgängig gemacht werden?
Wenn die Partikel in der Leber platziert sind, können sie nicht wieder entfernt werden.
Der Arzt beschreibt die TACE
Der Arzt beschreibt die SIRT
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.