Wie läuft die Behandlung für mich ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Der Defibrillator wird in einer Operation eingesetzt, bei der in der Regel eine örtliche Betäubung ausreicht. Er beinhaltet einen Mikrocomputer und eine langlebige Batterie. Das Gerät ist etwa so groß wie eine Streichholzschachtel und besteht aus einem Aggregat, dem Impulsgeber, und einer oder mehreren Sonden, den Elektroden. Der Defibrillator wird von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt dann mit einem speziellen Programmiergerät von außen eingestellt.
Ein Defibrillator springt in einem akuten Notfall an, wenn die linke Herzkammer nur noch flimmert (Kammerflimmern) oder Ihr Herz extrem schnell schlägt (ventrikuläre TachykardieDie Tachykardie ist eine Herzrhythmusstörung mit einer erhöhten Schlagfrequenz. Entsteht die zu schnelle Schlagfrequenz in den Herzkammern, spricht man von einer ventrikulären Tachykardie. Entsteht sie in den Vorhöfen oder im AV-Knoten, nennt man dies eine supraventrikuläre Tachykardie.). In der Regel nehmen Sie die leichteren Impulse des Defibrillators nicht wahr. Wenn sich der Herzschlag dadurch jedoch nicht normalisiert, setzt der Defibrillator einen starken elektrischen Impuls an den Herzmuskel ab. Betroffene beschreiben diesen lebensrettenden Elektroschock ähnlich wie einen "Schlag vor die Brust".
Der Defibrillator wird seitlich am linken Brustkorb unter die Haut gesetzt. Dafür ist ein etwa 10 Zentimeter langer Hautschnitt erforderlich.
Ein Defibrillator behandelt jedoch nicht Ihre zugrunde liegende Herzerkrankung und verhindert nicht, dass sie weiter fortschreitet. Daher ist es nötig, dass Sie zusätzlich weiterhin Ihre Herzmedikamente einnehmen.
Findet die Behandlung im Krankenhaus statt?
Ja. In der Regel bleiben Sie nach dem Einsatz des Defibrillators noch für etwa 1 Nacht im Krankenhaus zur Nachbeobachtung.
Wie lange dauert die Behandlung und wie oft muss sie durchgeführt werden?
Die Operation dauert 1 bis 2 Stunden. Je nach Modell, benötigt der Defibrillator etwa alle 5 bis 10 Jahre eine neue Batterie. Um die Batterie austauschen zu können, werden Sie unter örtlicher Betäubung erneut operiert. Zusätzlich nehmen Sie langfristig täglich Medikamente ein.
Kann die Behandlung rückgängig gemacht oder beendet werden?
Das Gerät wird nur entfernt, wenn es technische Probleme verursacht oder sich etwas entzündet hat. Ein Defibrillator kann auch abgeschaltet werden.
Dass der Defibrillator abgeschaltet werden kann, ist besonders am Lebensende wichtig. Es sollte verhindert werden, dass der Defibrillator den Sterbeprozess unnötig verschlimmert oder hinauszögert. Deshalb sollten Sie frühzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber sprechen, ob der Defibrillator in bestimmten Situationen abgeschaltet werden soll. Wenn Sie sich für einen Defibrillator entscheiden, wird dringend geraten, auch eine Patientenverfügung zu verfassen. So können Sie festlegen, ob und, wenn ja, wann der Defibrillator abgeschaltet werden soll.
Es ist jederzeit möglich, die Medikamente abzusetzen. Das sollten Sie jedoch immer nur in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt tun.
Der Arzt beschreibt, wie ein Defibrillator implantiert wird
Der Arzt weist auf die nötige Wartung eines Defibrillators hin
Der Arzt erwähnt die Möglichkeit, einen Defibrillator zu deaktivieren
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.