Was bedeutet meine Erkrankung?
Diese Entscheidungshilfe unterstützt Sie, wenn Sie die Diagnose krankhafte Herzvergrößerung (dilatative Kardiomyopathie) mit zu geringer Herzleistung oder einer reduzierten Funktion der linken Herzkammer gestellt bekommen haben.
Ursache für Ihre Herzveränderung ist eine krankhafte Erweiterung Ihres Herzmuskels, man spricht von dilatativer Kardiomyopathie. Die linke Herzkammer ist besonders stark betroffen und daher kann sie nicht mehr ausreichend Blut in den Kreislauf pumpen.
Ihr Herz ist geschädigt. In der Folge kommt es zu einer Herzschwäche, medizinisch ausgedrückt HerzinsuffizienzBei der Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) ist das Herz oder sind Teile des Herzens zu schwach, um ausreichend Blut in den Blutkreislauf zu pumpen. Dadurch werden die Organe und Muskeln nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt.. Durch die Erweiterung des Herzens, auch in seinem Inneren, kann es außerdem zu Herzklappenschäden kommen.
In der ersten Zeit verläuft die Herzinsuffizienz ohne Symptome. Je weiter die Schädigung fortschreitet, desto häufiger treten die typischen Symptome auf: Sie haben dann Luftnot, spüren Schmerzen in der Brust oder haben HerzrhythmusstörungenBei einer Herzrhythmusstörung ist der normale Herzschlag verändert. Das Herz schlägt unregelmäßig: entweder zu schnell, zu langsam oder in wechselndem Rhythmus.. Im weiteren Verlauf können Sie einen Herzinfarkt bekommen. Herzrhythmusstörungen können durch Kammerflimmern auch zu einem plötzlichen Herztod führen. In den erweiterten Herzhöhlen können sich Blutgerinnsel (ThrombenBei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) innerhalb eines Gefäßes und behindert den Blutfluss. Thrombosen können an unterschiedlichen Stellen im Körper entstehen. In den meisten Fällen treten sie in den Bein- und Beckenvenen auf.) bilden, durch die ein Schlaganfall ausgelöst werden kann.
Als dilatative Kardiomyopathie bezeichnet man eine Erweiterung (Dilatation) aller 4 Herzhöhlen, wobei zu Beginn vor allem die linke Herzkammer (Ventrikel) betroffen ist. Ursachen für eine dilatative Kardiomyopathie können sehr vielfältig sein:
Infektionen
Alkohol
wiederholte Herzinfarkte
Immundefekte
Schilddrüsenerkrankungen
Herzklappenfehler
Muskelerkrankungen
Durch Infektionen oder Alkohol kommt es zu einer Strukturveränderung des Herzmuskels. Vorangegangene Herzinfarkte können zudem Narbengewebe hinterlassen. Das kann zur Erweiterung der Herzhöhlen und somit zu einer Vergrößerung des Herzens führen. Der Herzmuskel (Myokard) ist meist nur mäßig verdickt.
Die dilatative Kardiomyopathie führt zu einer Verminderung der Leistungsfähigkeit des Herzens, da die Pumpfunktion und somit die Auswurfleistung eingeschränkt sind. Wenn die Pumpkraft des Herzmuskels durch die Erweiterung abnimmt, spricht man von einer zu geringen Herzleistung oder HerzinsuffizienzBei der Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) ist das Herz oder sind Teile des Herzens zu schwach, um ausreichend Blut in den Blutkreislauf zu pumpen. Dadurch werden die Organe und Muskeln nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt.. Diese entstandene Herzschwäche wird in 4 Stadien unterteilt, je nachdem wie stark die Beeinträchtigung der Atemfunktion fortgeschritten ist.
Die häufigste Form der Herzschwäche ist die Linksherzinsuffizienz. Hierbei kann die linke Herzkammer nicht mehr genug Blut in den Körper pumpen. Das Blut staut sich in den Lungenvenen und es kommt zu einem Sauerstoffmangel in den Organen. In der Folge kommt es zu Luftnot und Wassereinlagerungen in der Lunge und in den Beinen. Darüber hinaus verliert das Herz an Elastizität, was wiederum zu einer verminderten Füllung der Herzhöhlen führt.
Der Patient bemerkte seinen hohen Puls
Der Patient und der Arzt beschreiben mögliche Folgen der Herzschwäche
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.