Vorheriges Thema: Die Möglichkeiten

Wie läuft die Behandlung für mich ab?

Was passiert bei der Behandlung?

Bekommen Sie eine Pumpentherapie unter der Haut, ist dafür in aller Regel ein stationärer Krankenhausaufenthalt nötig. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt legt dort die passende Medikamentendosis für Sie fest. Sie benötigen keine Operation, da die Medikamente über eine flexible Kanüle unter die Haut ins Fettgewebe abgegeben werden. Die Kanüle ist durch ein spezielles Pflaster an der Haut befestigt und kann dadurch nicht verrutschen. Die Pumpe können Sie in einer Tasche am Gürtel tragen.

Es gibt Pumpen mit verschiedenen Medikamenten: Die Apomorphin-Pumpe oder die Foslevodopa/Foscarbidopa-Pumpe.

Vene
Medikament
Nadel
Haut
Pflaster
Pumpe mit Schlauch

Apomorphin wird über den Magen-Darm-Trakt kaum aufgenommen. Deswegen können Sie den Wirkstoff nicht als Tablette schlucken, sondern Apomorphin wird über eine Pumpe unter die Haut abgegeben. Foslevodopa/Foscarbidopa erlaubt erstmals die kontinuierliche Gabe von Levodopa unter die Haut. Vorteil von beiden Therapien ist die gleichmäßigere Abgabe über die Pumpe, um Wirkungsschwankungen zu verringern.

Wie oft ist die Behandlung nötig?

Ziel ist es, dass die Pumpe für eine dauerhafte und regelmäßige Medikamentengabe sorgt. Wie lange die Pumpe läuft, hängt von den Wirkstoffen ab. In der Regel läuft die Apomorphin-Pumpe 12 bis 16 Stunden täglich, während Sie wach und aktiv sind.
Die Foslevodopa/Foscarbidopa-Pumpe läuft in der Regel 24 Stunden täglich. Meistens wird die Infusionsrate in der Nacht abgesenkt, um nächtlicher Verwirrtheit oder Halluzinationen vorzubeugen.
Die Pumpentherapie wird manchmal mit weiteren Medikamenten kombiniert, die Sie in Tablettenform einnehmen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird die Dosis der begleitenden Medikamente einstellen.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Pumpe unter der Haut ist als Langzeittherapie vorgesehen.

Kann ich die Behandlung pausieren oder abbrechen? 

Grundsätzlich kann die Behandlung abgebrochen oder wieder angefangen werden. Dafür ist eine enge Abstimmung mit Ihrer Ärztin und Ihrem Arzt nötig. Die Umstellung kann mit einem Klinikaufenthalt verbunden sein.



Nächstes Thema: Was bringt mir die Behandlung?

Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.