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Die Möglichkeiten

ParkinsonParkinson (auch Morbus Parkinson oder Schüttellähmung genannt) ist eine Erkrankung des Gehirns, die vor allem die Bewegungsfähigkeit einschränkt. Parkinson tritt vor allem im höheren Lebensalter auf und lässt sich nicht heilen. Allerdings gibt es Therapien, die die Beschwerden lindern können.-Symptome werden mit Medikamenten in Tablettenform behandelt, die das fehlende Dopamin ersetzen. Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten: Medikamentenpumpen (Pumpentherapien), die Tiefe Hirnstimulation und der MRT-gesteuerte fokussierte Ultraschall. Grundsätzlich sind alle hier vorgestellten Möglichkeiten für die Behandlung der fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung geeignet. Allerdings gibt es bestimmte Faktoren, die eher für oder gegen eine Pumpentherapie, die Tiefe Hirnstimulation oder den MRT-gesteuerten Ultraschall sprechen: 

  • Gegen Pumpentherapien kann zum Beispiel ein mangelndes Ansprechen auf den Wirkstoff Levodopa sprechen. 

  • Eine Demenz kann unter anderem gegen die Tiefe Hirnstimulation sprechen. 

  • Deutlich für die Tiefe Hirnstimulation oder für den MRT-gesteuerten fokussierten Ultraschall spricht zum Beispiel ein schwerer behandlungsresistenter Tremor. 

Ausgehend von Ihrem Gesundheitszustand, Ihrer Lebenssituation und Ihren Wünschen kann es daher sein, dass bestimmte Möglichkeiten besser als andere für Sie infrage kommen. Besprechen Sie Ihre Möglichkeiten ausführlich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. 

Pumpentherapien

Medikamentenpumpen sorgen für eine gleichmäßige Abgabe des Wirkstoffs und in der Folge stabilere Dopaminspiegel im Gehirn. Dies hat den Vorteil, dass Sie kontinuierlich über den Tag immer die gleiche Menge des Medikaments erhalten. Schwankungen der Dosis und Wirkung, wie nach einer Tabletteneinnahme, werden so deutlich weniger. Pumpentherapien gibt es in mehreren Varianten, die sich in der Anwendung und den Wirkstoffen unterscheiden. Die Wirkstoffe dienen der Behandlung der Parkinson-Symptome und zielen darauf ab, den mangelnden Botenstoff Dopamin im Gehirn zu ersetzen. 

 

Medikamentenpumpen unter der Haut. In dieser Variante wird der Wirkstoff kontinuierlich im Bereich des Bauches in das Fettgewebe abgegeben. Das geschieht über eine feine, flexible Kanüle, die 6 bis 9 Millimeter lang ist. Diese Hohlnadel ist über einen Schlauch mit der Pumpe verbunden, die Sie beispielsweise in einer Tasche am Gürtel befestigen können. Diese Pumpen gibt es mit verschiedenen Wirkstoffen: Apomorphin oder Foslevodopa/Foscarbidopa (zum Beispiel Produodopa-Pumpe). 

 

Medikamentenpumpe mit Darmsonde. In dieser Variante wird der Wirkstoff über einen Schlauch durch die Bauchdecke in den Magen und von dort in den Dünndarm geleitet. Die Pumpe befindet sich auch hier außerhalb Ihres Körpers. Diese Pumpen gibt es mit verschiedenen Wirkstoffkombinationen: Levodopa/Carbidopa (zum Beispiel Duodopa-Pumpe) oder Levodopa/Entacapon/Carbidopa (zum Beispiel Lecigon-Pumpe). 

Tiefe Hirnstimulation

Bei der Tiefen Hirnstimulation verringern elektrische Impulse die Symptome des DopaminmangelsDopamin ist ein Botenstoff im Gehirn. Er sorgt dafür, dass Informationen zwischen den Nervenzellen weitergegeben werden. Ist zu wenig Dopamin vorhanden, ist dieser Prozess gestört. . Man spricht auch von einem „Hirnschrittmacher“. Dafür erhalten Patienten in einer Operation dünne Elektroden in die entsprechende Region im Gehirn eingesetzt. Die Elektroden verbleiben dort. Der Impulsgeber wird unterhalb des Schlüsselbeins platziert, die Verbindungen liegen unter der Haut und werden an der Seite des Halses, hinter dem Ohr, bis zum Schädel geführt. Alle Behandlungsbestandteile sind vollständig im Körper implantiert. Sie brauchen nicht täglich gepflegt werden. Meistens ist es zusätzlich weiterhin nötig, Tabletten einzunehmen.

MRT-gesteuerter fokussierter Ultraschall

Beim MRT-gesteuerten fokussierten Ultraschall werden kleinste Gehirnregionen mit Wärme behandelt, um den Parkinson-Tremor und andere Parkinson-Symptome zu lindern. Anders als bei der Tiefen Hirnstimulation wird Gewebe verödet. In der Regel erfolgt der Eingriff nur einmal und es verbleibt nichts im Gehirn.



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.