Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Alltag aus?
Wie hoch ist der Zeitaufwand im Alltag?
Für die Apomorphin-Pumpe gilt:
Die flexiblen Kanülen, über die das Medikament in Ihr Unterhautfettgewebe gelangt, müssen täglich gewechselt werden. Die Stelle sollten Sie gut pflegen und sauber halten. Über Nacht können Sie die Pumpe abnehmen. In seltenen Fällen ist es auch möglich, rund um die Uhr über die Pumpe das Medikament zu erhalten. Die Batterien in der Pumpe halten 3 bis 6 Monate.
Für die Foslevodopa/Foscarbidopa gilt:
Sie sollten die Kanüle alle ein bis zwei Tage wechseln. Den Akku in der Pumpe müssen Sie täglich wechseln und neu aufladen. Sie tragen die Pumpe 24 Stunden lang.
Was ist im Alltag wichtig zu wissen oder zu beachten?
Sie tragen die Medikamenten-Pumpe bei sich. Die Apomorphin-Pumpe wiegt etwa 150 Gramm. Die Foslevodopa/Foscarbidopa-Pumpe wiegt etwa 280 Gramm. Sie können mit der Pumpe Auto fahren und Flugreisen machen.
Apomorphin kann zu grünen Flecken auf der Kleidung führen, die sich aber leicht wieder entfernen lassen.
Wenn Sie schwimmen gehen oder in die Sauna möchten, können Sie die Pumpe nach ärztlicher Rücksprache abnehmen. Nach einer körperlichen Betätigung sollten Sie kontrollieren, ob die Nadel noch richtig sitzt.
Für die Pumpe bekommen Sie Infusionssets und Medikamentenpatronen mit nach Hause. Sie bekommen zu Beginn der Behandlung eine Schulung für den Umgang mit der Medikamenten-Pumpe. Wenn Ihnen ein Familienmitglied oder eine andere nahestehende Person hilft, kann diese auch eine Schulung erhalten. Sprechen Sie das am besten rechtzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Was kann ich selbst noch tun?
Wenn Sie durch die Behandlung unter Übelkeit leiden, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen ein linderndes Medikament verordnen. Gegen die Knötchenbildung unter der Haut kann es helfen, die Hautstelle zu massieren, nachdem Sie die flexible Kanüle entfernt haben.
Gegen die Knötchenbildung und entzündlichen Hautveränderungen hilft ein sorgfältiger Umgang mit der Kanüle. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Probleme mit dem Wechseln der Nadel oder Pflege der Einstichstelle haben.
Weitere Informationen zur Erkrankung und Behandlungen finden Sie in der Parkinson-Leitlinie für Patientinnen und Patienten. Eine Liste einschlägiger Parkinson-Seiten, Selbsthilfe- und anderer Patientenorganisationen finden Sie außerdem im Parkinson-Wegweiser der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.