Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?
Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in Ihrem Aufklärungsbogen weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein. Bitte beachten Sie auch, dass Sie hier nur Angaben finden, die auf die Behandlung zurückgehen. Symptome der Krankheit selbst, sind hier nicht berücksichtigt.
1 von 2 Betroffenen berichten von Nebenwirkungen. Diese lassen sich in sehr häufige, häufige und seltene Nebenwirkungen einteilen.
sehr häufige Nebenwirkungen: 1 von 10 Betroffene
häufige Nebenwirkungen: 1 von 100 Betroffene
seltene Nebenwirkungen: 1 von 1000 Betroffene.
Die meisten Nebenwirkungen, die sehr häufig und häufig auftreten, sind leicht und treten nur am Anfang der Behandlung auf.
Außerdem können alle Antiepileptika die Wirkung anderer Medikamente vermindern oder verstärken. Diese Wechselwirkungen sind auch umgekehrt möglich. Wenn Sie bereits mehrere Medikamente einnehmen, kann es darum sinnvoll sein, eine Spezialistin oder einen Spezialisten (EpileptologenEpileptologen sind Ärztinnen und Ärzte, die sich mit der Epilepsie und ihrer Behandlung beschäftigen. In der Regel handelt es sich um Fachärztinnen oder Fachärzte für Neurologie.) beratend hinzu zu ziehen.
Bei Anzeichen einer Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff, muss das Medikament abgesetzt werden. Daher besprechen Sie alle Symptome einer möglichen Überempfindlichkeit ausführlich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Die Besonderheiten der Medikamenteneinnahme für Schwangere und stillende Mütter finden Sie links unter einem eigenen Menüpunkt.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Im Folgenden sind die Nebenwirkungen aller Medikamente nacheinander aufgeführt. In der „Zusammenfassung“ können Sie die Nebenwirkungen direkt nebeneinander vergleichen.
Eslicarbazepinacetat
Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Schwindel
Schläfrigkeit
Häufige Nebenwirkungen sind:
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
Kopfschmerzen
Gleichgewichtsstörungen
Doppeltsehen und/oder verschwommenes Sehen
Hautausschlag
Seltene Nebenwirkungen sind:
schwere Hautausschläge
Lacosamid
Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Schwindel
Kopfschmerzen
Doppeltsehen
Übelkeit
Häufige Nebenwirkungen sind:
Erbrechen
Verstopfung
Durchfall
Gleichgewichtsstörungen
Depression
Verwirrtheit
verschwommenes Sehen
Hautausschlag
Müdigkeit
Reizbarkeit
Muskelschmerzen
Weitere Nebenwirkungen können sein:
HerzrhythmusstörungenBei einer Herzrhythmusstörung ist der normale Herzschlag verändert. Das Herz schlägt unregelmäßig: entweder zu schnell, zu langsam oder in wechselndem Rhythmus.
Lamotrigin
Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Müdigkeit
gestörte Koordination der Muskeln
Schwindel
Kopfschmerzen
Doppeltsehen und verschwommenes Sehen
Übelkeit und Erbrechen
Hautausschläge mit Fleckenbildung
Häufige Nebenwirkungen sind:
Aggressivität und Reizbarkeit
Zittern
Durchfall
Mundtrockenheit
Müdigkeit
Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen
Seltene Nebenwirkungen sind:
schwere Hautausschläge
Levetiracetam
Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Nasen- und Rachenentzündungen
Müdigkeit
Kopfschmerzen
Schwindel
Häufige Nebenwirkungen sind:
Appetitlosigkeit
Nervosität und Angst
Reizbarkeit und Aggression
Gleichgewichtsstörungen und Drehschwindel
Husten
Bauchschmerzen und Übelkeit
Kraftlosigkeit
Hautausschlag
Seltene Nebenwirkungen sind:
Nierenschäden
Oxcarbazepin
Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Schläfrigkeit
Kopfschmerzen
Schwindel
Doppeltsehen
Erbrechen und Übelkeit
Müdigkeit
Häufige Nebenwirkungen sind:
Natriummangel
Unruhe
Verwirrung
Apathie
gestörte Koordination der Muskeln
Zittern
Gedächtnisstörungen und Konzentrationsschwäche
Sehstörungen
Bauchschmerzen
Durchfall
Verstopfung
Hautausschlag
Kraftlosigkeit
Patienten mit einer besonderen erblichen Veranlagung des Immunsystems haben bei einer Behandlung mit diesem Wirkstoff ein erhöhtes Risiko für schwere Hautreaktionen. Dies betrifft vor allem asiatische Bevölkerungsgruppen.
Topiramat
Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Nasen- und Rachenentzündungen
Depression
eingeschränktes Sprechen
Schwindel
Taubheitsgefühle
Übelkeit und Durchfall
Müdigkeit
Reizbarkeit
Gewichtsabnahme
Häufige Nebenwirkungen sind:
BlutarmutBei einer Anämie oder Blutarmut mangelt es dem Blut an roten Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen. Deshalb wird bei einer Anämie der Körper weniger gut mit Sauerstoff versorgt.
Appetitlosigkeit
Müdigkeit
Verwirrtheit und Desorientierung
Stimmungsveränderungen
Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme
Zittern
Gleichgewichtsstörungen
Anormale Koordination
Sehstörungen
Ohrenschmerzen
Schwindel
Erbrechen und Bauchschmerzen
Allgemeines Unwohlsein
Muskelschmerzen
Nierenprobleme
Seltene Nebenwirkungen sind:
Nierensteine
Valproinsäure
Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Gewichtszunahme
Häufige Nebenwirkungen sind:
Blutbildveränderungen
Blutgerinnungsstörungen
Schläfrigkeit
Verwirrtheit
Zittern
Lähmungserscheinungen
Durchfall, Übelkeit und Magenschmerzen
Vermehrter Speichelfluss
Vorübergehender Haarausfall
Nagel- und Nagelbetterkrankungen
Seltene Nebenwirkungen sind:
Schädigung von LeberDie Leber ist das wichtigste Organ für den Stoffwechsel und den Abbau von Stoffen (Entgiftung). Sie produziert Galle und Blutgerinnungsfaktoren und speichert Kohlenhydrate, Vitamine und Eisen. und Bauchspeicheldrüse
Zonisamid
Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Appetitlosigkeit
Nervosität
Reizbarkeit
Verwirrung
Depression
Schwindel
Gedächtnisprobleme
Doppeltsehen
Schläfrigkeit
Gestörte Koordination der Muskeln
Veränderungen des Blutbildes
Häufige Nebenwirkungen sind:
Kleinflächige Hautblutungen
Überempfindlichkeit
Angst
Schlaflosigkeit
Empfindlichkeit
Aufmerksamkeitsstörungen
Sprachstörungen
Zittern
Müdigkeit
Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen
Hautausschläge
grippeähnliche Symptome
Gewichtsabnahme
Seltene Nebenwirkungen sind:
schwere Hautausschläge
Nierensteine
Der Arzt erklärt die möglichen Nebenwirkungen
Der Arzt spricht über die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Der Arzt spricht über Verträglichkeit und Depression
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.