Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?
Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in Ihrem Aufklärungsbogen weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein. Bitte beachten Sie auch, dass Sie hier nur Angaben finden, die auf die Behandlung zurückgehen. Symptome der Krankheit selbst sind hier nicht berücksichtigt.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Da das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. auf das bei der Behandlung eingesetzte AllergenAllergene sind Stoffe, die eine Allergie auslösen können. Der Körper reagiert bei einer Allergie überempfindlich auf diese Stoffe, obwohl sie ungefährlich sind. Allergene sind zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben und bestimmte Eiweiße in Nahrungsmitteln. reagiert, kann es zu den typischen Allergiesymptomen kommen wie Schnupfen oder gerötete und juckende Augen. Um die Beschwerden zu lindern, können Sie Medikamente wie AntihistaminikaEin Medikament, das die Wirkung des Gewebshormons Histamin hemmt. Immunzellen schütten Histamin als Reaktion auf Allergene aus. Es fördert Entzündungen und Allergiebeschwerden. nehmen.
Bis zu 3 von 100 Menschen brechen die spezifische Immuntherapie aufgrund von Nebenwirkungen ab. Wobei eine Behandlung mit Tabletten oder Tropfen eher abgebrochen wird als eine Behandlung mit Spritzen. Ein Wechsel zwischen den beiden Behandlungen ist möglich, kann jedoch nur zu bestimmten Jahreszeiten erfolgen. Vor Beginn ist es daher hilfreich, wenn Sie sich überlegen, welche Form der Behandlung Sie sich für 3 Jahre besser vorstellen können.
Risikofaktoren, die Nebenwirkungen begünstigen können
Bestimmte Risikofaktoren können Nebenwirkungen begünstigen. Dazu gehören:
Starke Allergiebeschwerden unabhängig von der spezifischen Immuntherapie
Häufiger Kontakt mit den Allergenen, etwa mit PollenPflanzenpollen, auch Blütenstaub genannt, dienen zur Bestäubung von Pflanzen und verteilen sich zum Beispiel mit dem Wind. Menschen können auf bestimmte Eiweiße der Pollen allergisch reagieren. Die Pollen regen die Immunabwehr an und es kommt zu Symptomen wie Niesen oder einer laufenden Nase. bei Aufenthalten im Freien in der entsprechenden Jahreszeit
Hohe Dosen des Allergens
Bei manchen Menschen sind bestimmte Immunzellen, die MastzellenMastzellen gehören zum Immunsystem und helfen dabei, Krankheitserreger abzuwehren. Sie spielen eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen, bei denen sie Histamin freisetzen., krankhaft vermehrt. Die seltene systemische MastozytoseBei einer Mastozytose vermehren sich Mastzellen unkontrolliert. Die Erkrankung tritt in 2 Formen auf: Mastozytose der Haut oder des gesamten Körpers (systemische Mastozytose). Die Krankheit ist nicht heilbar, in der Regel verläuft sie jedoch gutartig. erhöht das Risiko für allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.