Vorheriges Thema: Warum ist meine Beteiligung an der Entscheidung wichtig?

Die Möglichkeiten

Die spezifische Immuntherapie, auch allergenspezifische Immuntherapie genannt, soll Ihr ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. an die AllergeneAllergene sind Stoffe, die eine Allergie auslösen können. Der Körper reagiert bei einer Allergie überempfindlich auf diese Stoffe, obwohl sie ungefährlich sind. Allergene sind zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben und bestimmte Eiweiße in Nahrungsmitteln. gewöhnen. Ihr Immunsystem soll lernen, die Allergene als harmlos wahrzunehmen und nicht mehr auf sie zu reagieren. Bei der Behandlung bekommen Sie kleine Bestandteile (Eiweiße) der allergieauslösenden Stoffe (Allergene) über eine längere Zeit verabreicht, damit sich Ihr Körper daran gewöhnt und die Beschwerden nachlassen.

Folgende Allergene können bei einer spezifischen Immuntherapie in beliebigen Kombinationen eingesetzt werden:

  • Gräser- und Getreidepollen

  • Baumpollen wie Birke, Erle und Haselnuss

  • Hausstaubmilben

Es gibt die Allergene in Form von fertigen Medikamenten sowie die Möglichkeit, dass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine für Sie passende Rezeptur in einer Apotheke herstellen lässt. Individuelle Rezepturen kommen nur bei seltenen Allergien infrage, wie der Beifußpollenallergie.

Während der spezifischen Immuntherapie können Sie weiterhin antiallergische Medikamente zur Linderung der Symptome einnehmen. Dazu gehören zum Beispiel Tabletten aus der Gruppe der AntihistaminikaEin Medikament, das die Wirkung des Gewebshormons Histamin hemmt. Immunzellen schütten Histamin als Reaktion auf Allergene aus. Es fördert Entzündungen und Allergiebeschwerden. und Nasenspray mit einem GlukokortikoidGlukokortikoide sind Wirkstoffe, die entzündungshemmend wirken, die körpereigene Immunabwehr unterdrücken und den Stoffwechsel beeinflussen. Der Begriff Kortison wird umgangssprachlich häufig für alle Wirkstoffe aus dieser Medikamentengruppe verwendet. Glukokortikoide kommen auch natürlicherweise im Körper als Hormon vor. Dazu gehört etwa das Kortisol.. Bei sehr ausgeprägten Schüben kommen auch Augentropfen mit einem Antihistaminikum, abschwellendes Nasenspray oder Glukokortikoid-Tabletten infrage.

Möchten Sie keine spezifische Immuntherapie durchführen, können Sie Ihre Beschwerden weiterhin mit den symptomlindernden antiallergischen Medikamenten behandeln.



Nächstes Thema: Für beide Möglichkeiten gilt

Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.