Wie läuft die Behandlung für mich ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Während der Operation wird die zystische Veränderung entfernt. In Abhängigkeit von der Operationsform, der Größe und der Lage der ZysteEine Zyste ist ein Hohlraum im Körpergewebe, der mit Flüssigkeit gefüllt und durch eine Haut (Kapsel) von der Umgebung abgetrennt ist. Diese Kapsel kann wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter groß sein, unter Umständen mehrere Kammern enthalten. Sie kann in verschiedenen Organen und Geweben vorkommen und aus ganz unterschiedlichen Gründen entstehen., ist es möglich, dass Teile der Bauchspeicheldrüse, aber auch Teile benachbarter Organe wie der Milz, der Gallenblase, des Magens und des Darmes entfernt werden müssen. Die häufigsten Operationsformen sind die Whipple’sche Operation und die Pankreaslinksresektion. In manchen Fällen – besonders bei eher kleinen Tumoren ist es möglich, die Operation minimalinvasiv („Schlüssellochchirurgie“) durchzuführen.
Whipple’sche Operation
Liegt die Zyste im Pankreaskopfbereich erfolgt eine Whipple’sche Operation mit entsprechender Lymphknotenentfernung. Bei diesem Eingriff wird der Kopf der Bauchspeicheldrüse, der Zwölffingerdarm, die Gallenblase mit einem Teil des Gallengangs und in einigen Fällen ein Teil des Magens entfernt.
Folgende Nahtverbindungen verbleiben nach der Whipple’schen Operation:
(A) Pankreas-Dünndarm
(B) Gallengang-Dünndarm
(C) blind verschlossener Dünndarm
(D) Magen-Dünndarm
Pankreaslinksresektion
Liegt die Zyste hingegen im linksseitigen Pankreas (Schwanzbereich) erfolgt eine Pankreaslinksresektion, also die Entfernung des Schwanzes der Bauchspeicheldrüse.
Offene Operation im Vergleich zu „Schlüssellochchirurgie“
Bei der offenen Operation müssen die Chirurgen den Bauchraum teilweise weiträumig mit einem größeren Schnitt öffnen. Durch diesen Eingriff bleibt eine mehr oder weniger lange, sichtbare Narbe zurück. Bei der minimalinvasiven Operationsform („Schlüssellochchirurgie“) erfolgt der Eingriff über 3 oder 4 kleine Hautschnitte mit Spezialinstrumenten. Die Bauchhöhle wird mit Gas gefüllt und die Chirurgen operieren mit Hilfe einer Videokamera. Es bleiben kaum erkennbare, winzige Narben zurück. Außerdem wird die Magen-Darm-Tätigkeit weniger als bei herkömmlichen Verfahren beeinträchtigt. Patientinnen und Patienten erholen sich rascher und können nach einem kürzeren Aufenthalt das Krankenhaus wieder verlassen.
Wo findet die Behandlung statt?
Sie werden in der Klinik unter Vollnarkose operiert. Je nach Operationsform müssen Sie einen Klinikaufenthalt von 3 bis 10 Tagen einplanen.
Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden und wie lange dauert sie?
In der Regel muss die Operation nur einmal durchgeführt werden. Die Operation kann 2 bis 7 Stunden dauern, je nachdem auf welche Weise Sie operiert werden.
Nach Ihrer Entlassung aus der Klinik werden in regelmäßigen Abständen Nachsorgeuntersuchungen durchgeführt. Zunächst sind halbjährliche Kontrollen sinnvoll. Danach können Sie sich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten, in welchen Zeitabständen die Untersuchungen durchgeführt werden sollen.
Der Arzt erläutert den Ablauf der Operation
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.