Wie läuft die Behandlung für mich ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Damit ein Implantat im Kiefer fest verankert werden kann, muss der Knochen ausreichend stark sein. Ihr Kiefer muss entzündungsfrei sein. Zahnfleischerkrankungen müssen ausgeheilt sein.
Wenn der Kieferknochen sich bereits weit zurückgebildet hat, muss der Knochen zunächst aufgebaut werden. Auch im Oberkiefer ist der Knochen häufig nicht stark genug, besonders in Nähe der Kieferhöhlen. Dort muss eventuell auch der Knochen aufgebaut werden. Dabei wird die entsprechende Stelle des Kieferknochens je nach Bedarf angehoben und/oder mit körpereigenem oder künstlichem Knochenmaterial aufgefüllt.
Bevor die Behandlung beginnt, werden die Kiefer geröntgt. Eventuell wird die Knochendichte und -breite mittels 3D-Röntgendiagnostik gemessen. Es werden eine Abformung von Ober- und des Unterkiefers genommen.
Im Normalfall besteht die Behandlung aus folgenden Schritten:
Erster chirurgischer Eingriff: Ihr Mundraum wird betäubt. In Ausnahmefällen kann der chirurgische Eingriff auch in einer Art Dämmerschlaf (Sedierung) oder unter Vollnarkose erfolgen. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt schneidet das Zahnfleisch auf und legt den Kieferknochen frei. Danach bohrt sie oder er an der geplanten Stelle vorsichtig ein Loch. Das Implantat wird in die Bohrung eingedreht und mit einer „Einheilschraube“ verschlossen. Danach wird das Zahnfleisch wieder zugenäht.
Nach 10 Tagen werden die Fäden entfernt.
Einheilung des Implantats: Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt kontrolliert, ob das Implantat gut mit dem Kieferknochen verwächst. Es dauert ungefähr 2 bis 4 Monate, bis es mit dem Kieferknochen so fest verwachsen ist, dass es die Funktion einer natürlichen Zahnwurzel übernehmen kann.
Zweiter chirurgischer Eingriff: Das Implantat wird freigelegt.
Jetzt wird die Implantatprothese oder -brücke angefertigt. Die Behandlungsschritte entsprechen in etwa denen einer ProtheseEine Prothese ist ein technisch hergestelltes Produkt, das im Körper beispielsweise Zähne, Arme, Beine, Organe oder Organteile ersetzt. ohne Implantate. Wenn Sie bereits eine Vollprothese tragen, wird diese in der Regel so umgearbeitet, dass sie an den Implantaten befestigt werden kann.
Wie viele Implantate sind für einen stabilen Halt erforderlich?
Herausnehmbare Implantatprothese
Die Implantatprothese ist im Oberkiefer standardmäßig auf 4 und im Unterkiefer auf 2 Implantaten verankert.
Manchmal ist es nicht möglich, 2 oder mehr Implantate im Unterkiefer zu setzen. Jedoch verbessert bereits 1 Implantat die Stabilität der Prothese deutlich.
Umso mehr Implantate gesetzt werden, desto stabiler sitzt die Prothese.
Festsitzende Implantatbrücke
Die Implantatbrücke ist standardmäßig auf 6 Implantaten verankert.
Im Oberkiefer können auch mehr als 6 Implantate (bis zu 10) notwendig sein.
In Ausnahmefällen können auch schon 4 Implantate zur Verankerung einer festsitzenden Implantatbrücke reichen.
Wie lange dauert die Behandlung?
Sie müssen mehrmals in die Klinik oder Praxis kommen.
Die Gesamtdauer der Implantatbehandlung ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Sie hängt von der individuellen Situation ab, besonders dem Aufwand und der Anzahl der Implantate. In der Regel vergehen etwa 6 bis 7 Monate.
Muss zunächst der Kieferknochen aufgebaut werden, erhöht sich der chirurgische Aufwand enorm. Die Implantatbehandlung dauert dann deutlich länger.
Der Arzt beschreibt die Operation am Unterkiefer
Der Arzt nennt mögliche Kosten beim Eingriff am Unterkiefer
Der Arzt muss am Oberkiefer eventuell Knochenaufbau betreiben
Der Arzt betont höhere Kosten beim Eingriff am Oberkiefer
Der Arzt betont höhere Kosten für feste Brücken
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.