Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Alltag aus?
Wie viel kostet die Behandlung?
Implantate müssen Sie komplett selbst bezahlen. Die Krankenkasse zahlt nur so viel, wie sie auch zu einer Vollprothese ohne Implantate zugezahlt hätte. Die Kosten liegen pro Implantat in der Regel zwischen 1.200 und 2.500 Euro. Die Gesamtkosten für Implantate und Zahnersatz können im fünfstelligen Bereich liegen.
Die Gesamtkosten setzen sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Einige der Bestandteile sind unentbehrlich, andere optional. Sie werden aufgrund der klinischen Notwendigkeit und Ihrer speziellen Wünschen ausgewählt.
Die Kosten sind unter anderem abhängig von:
dem Aufwand
Ihren anatomischen Gegebenheiten
dem Implantathersteller
dem Implantatsystem und -material
der Anzahl der Implantate
der Art der auf den Implantaten befestigten ProtheseEine Prothese ist ein technisch hergestelltes Produkt, das im Körper beispielsweise Zähne, Arme, Beine, Organe oder Organteile ersetzt. oder Brücke
Kommt es später zum Beispiel zu einem Bruch der Implantatprothese oder zu einer Komplikation, tragen Sie auch die Kosten für diese Reparatur oder Behandlung.
Es wird eine regelmäßige Implantatreinigung bei Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt empfohlen. Die Kosten hierfür tragen Sie selbst.
Wenn Sie eine Vollnarkose wünschen, tragen Sie auch dafür die Kosten. Grundsätzlich übernimmt die Krankenkasse die Kosten nur dann, wenn die Vollnarkose aus medizinischen Gründen notwendig ist.
Wie hoch ist der Zeitaufwand im Alltag?
Die herausnehmbare Implantatprothese und der Zwischenraum zwischen Prothese und Kiefer sollten morgens und abends und nach einer großen Mahlzeit gründlich gereinigt werden.
Die Pflege bei einer festsitzenden Implantatbrücke ist erheblich aufwendiger und komplizierter als bei einer Vollprothese ohne Implantate und einer Implantatprothese. Es müssen nicht nur die künstlichen Zähne geputzt, sondern auch die Räume zwischen den Zähnen und den Implantaten gereinigt werden. Besonders älteren Personen fällt die gründliche Pflege schwer, da sie häufig nicht mehr so gut sehen können und die Hände nicht mehr so geschickt sind. Sie sind dann auf Hilfe angewiesen.
Was ist im Alltag wichtig zu wissen oder zu beachten?
Es kann einige Zeit dauern, bis Sie sich an die Implantatprothese oder -brücke gewöhnt haben.
Eine regelmäßige und gründliche Reinigung ist wichtig, da sich sonst die Mundschleimhaut entzünden kann. Entzündet sich die Schleimhaut, kann sich eine Pilzinfektion entwickeln. Werden diese Keime eingeatmet, kann es zu einer Lungenentzündung kommen.
Nachts brauchen Sie die Implantatprothese nicht aus dem Mund zu nehmen. Wenn Sie sie herausnehmen wollen, dann sollten Sie die gesäuberte Prothese trocken lagern, wie eine Zahnbürste.
Nach einem chirurgischen Eingriff können Sie für wenige Tage arbeitsunfähig sein. Meist können Sie nach 1 bis 3 Tagen wieder arbeiten gehen.
Was kann ich selber noch tun?
Sie sollten aufhören zu rauchen. Rauchen verlangsamt die Einheilung des Implantats und beeinträchtigt den Knochenstoffwechsel. Das Risiko, dass eine PeriimplantitisEine Entzündung, die rund um ein Implantat entstanden ist. auftritt, ist bei Raucherinnen oder Rauchern etwa doppelt so hoch wie bei Nichtrauchenden. Ist ein Diabetes vorhanden, sollte dieser medikamentös gut eingestellt sein.
Wie wichtig ist Nachsorge?
Regelmäßige Kontrollen durch Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt und professionelle Zahnreinigungen werden empfohlen.
Der Arzt betont die Pflege der Prothese und Implantate
Der Arzt betont die Pflege der festen Brücke
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.