Was bedeutet meine Erkrankung?

Diese Information ist für Sie gedacht, wenn Sie eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechte haben. Eine solche Schuppenflechte nennt man in der Fachsprache Psoriasis.

Die Schuppenflechte ist eine entzündliche Hauterkrankung, die chronisch auftritt. Das heißt sie verläuft in Schüben mit mal stärkeren und mal nur leichten bis gar keinen Symptomen.

Typische Symptome der Schuppenflechte sind scharf begrenzte, gerötete und leicht erhabene Hautstellen, die mit silberweißen Schuppen bedeckt sind. Diese Hautstellen nennt man Plaques. Plaques sind meist münz- bis handtellergroß und können stark jucken. Typischerweise tritt Schuppenflechte an den Streckseiten der Ellenbogen und den Vorderseiten der Knie sowie an den behaarten Stellen des Kopfes auf.

Weitere betroffene Körperpartien können zum Beispiel sein:

  • Hände und Füße

  • Kreuzbeingegend

  • Gesäßfalte

  • Bereich hinter den Ohren

  • Bauchnabelregion

  • Genitalbereich


Bei manchen Betroffenen zeigen auch die Nägel Symptome einer Psoriasis. Eine Nagelpsoriasis äußert sich durch kleine Dellen im Nagel (Tüpfelnagel), eine Verdickung des Nagels oder gelblich-braune Verfärbungen (Ölnagel). Außerdem kann sich der Nagel ablösen.

Bei einer Schuppenflechte richtet sich das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. gegen die Hautzellen des eigenen Körpers. Das nennt man Autoimmunreaktion. Die fehlgeleiteten Immunreaktionen führen zu Entzündungen und regen die übermäßige Bildung der Hautzellen an. Dadurch erneuert sich die Oberhaut viel schneller als normal: innerhalb von nur 3 bis 4 Tagen. Normalerweise dauert das etwa 4 Wochen. In dieser Zeit wandern die Hautzellen an die Hautoberfläche, verhornen immer mehr und werden schließlich von der Haut abgestoßen. Die überschüssigen Hautzellen können in der kurzen Zeit nicht abgestoßen werden und die Haut verdickt und schuppt sich. Das führt zu den charakteristischen Plaques.

Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Die Veranlagung dafür ist vererbt. Ob bei einer solchen Veranlagung die Krankheit tatsächlich ausbricht, hängt meist von weiteren auslösenden Faktoren ab. Diese Risikofaktoren können bei einer bestehenden Erkrankung auch für einen neuen Krankheitsschub verantwortlich sein. Es gibt aber auch Fälle, in denen die typischen Symptome ohne einen speziellen Auslöser auftauchen. Deshalb sind die Ursachen der Schuppenflechte noch nicht abschließend geklärt.

Es gibt eine ganze Reihe von Risikofaktoren (Trigger), die eine Schuppenflechte auslösen oder einen neuen Krankheitsschub hervorrufen können:

  • Übergewicht

  • Infektionen (zum Beispiel durch Streptokokken, Masern, ein grippaler Infekt etc.)

  • bestimmte Medikamente wie Herzmedikamente 

  • äußere mechanische Reize (Kratzen, Druck, Verletzungen)

  • emotionaler Stress

  • hormonelle Umstellungen zum Beispiel bei einer Schwangerschaft

  • Hautverletzungen (Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen)

  • Rauchen

  • Alkoholkonsum

Die Patientin leidet seit über einem Jahr an Schuppenflechte

Der Patient hat lange nach einer Lösung gesucht

Die Patientin war von ihren Symptomen psychisch belastet

Der Arzt redet über das Krankheitsbild

Die Ärztin bietet Therapiegespräche an

Die Ärztin erklärt die typischen Symptome



Nächstes Thema: Wie sieht meine Gesundheitssituation aus?

Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.