Die Möglichkeiten
Schuppenflechte ist eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Es gibt jedoch zahlreiche Medikamente, um die Symptome zu lindern. Bei einer mittelschweren bis schweren Schuppenflechte können Sie zusätzlich zur Hautpflege und den medizinischen Cremes und Salben noch ein Medikament zum Einnehmen oder zum Spritzen bekommen. Die in dieser Entscheidungshilfe vorgestellten Medikamente wirken auf den ganzen Körper. Sie wirken alle entzündungshemmend, wirken aber an unterschiedlichen Stellen der ImmunabwehrEin komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Immunzellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Das Immunsystem erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. oder der Hautzellen.
Zur Basistherapie einer Schuppenflechte gehören typischerweise Hautpflegeprodukte zur täglichen Anwendung sowie bei Bedarf medizinische Cremes und Salben mit entzündungshemmenden Wirkstoffen. Die hier vorgestellten Medikamente können Ihre aktuelle Behandlung ergänzen oder ersetzen. Sie nutzen also weiterhin Hautpflegeprodukte. Medizinische Cremes und Salben können Sie reduzieren oder absetzen, wenn Sie gut auf eins der Medikamente ansprechen.
Die Basistherapie wird ergänzt mit einem konventionellen Medikament. Wirkt dieses nicht zufriedenstellend, stehen BiologikaAls Biologika bezeichnet man Medikamente, die biotechnologisch hergestellt werden. Bei den Wirkstoffen handelt es sich um spezielle Eiweiße (Antikörper). zur Verfügung. In bestimmten Situationen, zum Beispiel wenn gesundheitliche Gründe gegen ein konventionelles Medikament sprechen, kann die Behandlung auch mit einem Biologikum beginnen.
Neben den beiden vorgestellten Medikamentengruppen (konventionelle Medikamente und Biologika) gibt es auch noch Tabletten mit dem Wirkstoff Apremilast. Dieses Medikament kommt ähnlich wie einige der Biologika nur in besonderen Fällen zum Einsatz, etwa wenn andere Medikamente nicht infrage kommen oder andere Behandlungen oder eine UV-Therapie bei Ihnen nicht gewirkt haben. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, wenn dieses Medikament eine Möglichkeit für Sie ist.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.