Mit welchen Nebenwirkungen oder Komplikationen muss ich rechnen?
Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in den Beipackzetteln weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein. Bitte beachten Sie auch, dass Sie hier nur Angaben finden, die auf die Behandlung zurückgehen. Symptome der Krankheit selbst sind hier nicht berücksichtigt.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie alle Medikamente, die auf das Immunsystem Das Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen.wirken, kann Ciclosporin die Infektanfälligkeit erhöhen.
Mögliche sehr häufige Nebenwirkungen von Ciclosporin, die bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten können, sind:
Blutdruckschwankungen
verstärkter Haarwuchs an ungewohnten Stellen
Zittern (Tremor)
erhöhter Blutfettspiegel
Mögliche häufige Nebenwirkungen, die bei 1 von 100 bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten können, sind:
Taubheits- oder Kribbelgefühl an manchen Körperstellen
Zahnfleisch wächst übermäßig (wuchert) und wird empfindlicher, wodurch es häufiger zu Zahnfleischbluten kommen kann
Die Einnahme von Ciclosporin kann das Risiko erhöhen für:
Haut- und Blutkrebs
HerzrhythmusstörungenBei einer Herzrhythmusstörung ist der normale Herzschlag verändert. Das Herz schlägt unregelmäßig: entweder zu schnell, zu langsam oder in wechselndem Rhythmus.
Infektionen
Nierenschäden
Die Risiken können möglichst niedrig gehalten werden durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen während der Behandlung.
Mögliche sehr häufige Nebenwirkungen von Azathioprin, die bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten können, sind:
Durchfall
Übelkeit und Erbrechen
Azathioprin kann allergische Reaktionen auslösen, die leicht oder sehr stark sein können. Mögliche Symptome dabei sind Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen. Starke allergische Reaktionen können zu gefährlich niedrigem Blutdruck führen, einer Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Entzündungen der Blutgefäße.
Die Einnahme von Azathioprin kann das Risiko erhöhen für:
Bauchspeicheldrüsenentzündung
Haut- und Blutkrebs
Infektionen
Leberentzündung
Schäden des Knochenmarks, wodurch ein Mangel an Blutzellen entstehen kann
Mögliche sehr häufige Nebenwirkungen von Mycophenolsäure, die bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten können, sind:
Infektionen
Schmerzen beim Urinieren und häufiger Harndran
Mögliche häufige Nebenwirkungen von Mycophenolsäure, die bei 1 von 100 bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten können, sind:
erhöhter Blutdruck
erhöhter Blutfettspiegel
Schlafprobleme
Wasseransammlungen in den Beinen oder Füßen (Ödeme)
Die Einnahme von Mycophenolsäure kann das Risiko erhöhen für:
Bauchspeicheldrüsenentzündung
Haut- und Blutkrebs
Infektionen
Schäden des Knochenmarks, wodurch ein Mangel an Blutzellen entstehen kann
Mögliche sehr häufige Nebenwirkungen von Methotrexat, die bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten können, sind:
Haarausfall
wunde Stellen im Mund
zu hohe oder zu niedrige Leberwerte
Mögliche häufige Nebenwirkungen von Methotrexat, die bei 1 von 100 bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten können, sind:
Benommenheit
Haut wird sehr empfindlich gegenüber Sonne und kann schmerzen
Die Einnahme von Methotrexat kann das Risiko erhöhen für:
Entzündung und Vernarbung der Lunge (Lungenfibrose)
Geschwür in Magen oder Darm, das bluten kann
Haut- und Blutkrebs
Lebererkrankungen
Schäden des Knochenmarks, wodurch ein Mangel an Blutzellen entstehen kann
Diese Risiken können möglichst niedrig gehalten werden durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen während der Behandlung.
Die Ärzte sprechen über mögliche Nebenwirkungen
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.