Mit welchen Nebenwirkungen oder Komplikationen muss ich rechnen?
Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in Ihrem Aufklärungsbogen weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein.
Erhöht sich durch die Behandlung mein Krebsrisiko?
Nein, es besteht kein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken.
In großen Übersichtsstudien wurden keine Häufungen von Krebserkrankungen (einschließlich Leukämie) nach einer Bestrahlung mit radioaktivem Jod bei Morbus Basedow gefunden.
Welche Komplikationen können auftreten?
Es kann zu folgenden Komplikationen kommen:
Entzündungen oder Schmerzen im Hals, die bis zu den Ohren ausstrahlen, 2 bis 7 Tage nach Einnahme der Therapiekapsel
Übelkeit und Erbrechen
vorübergehende Mundtrockenheit, weil weniger Speichel gebildet wird
vorübergehender Geschmacksverlust
vorübergehend trockene Augen, weil weniger Tränenflüssigkeit gebildet wird
akute oder sehr selten chronische Entzündung der Speicheldrüsen
Kann die Behandlung meine Augenerkrankung beeinflussen?
Typisch für eine Basedow-Schilddrüsenüberfunktion sind hervortretende Augäpfel (Orbitopathie). Bei einigen Menschen verschlechtert sich dieser Zustand.
Konkret in Zahlen: Klinischen Studien zufolge verschlechtern sich wahrscheinlich bei etwa 35 von 100 Menschen die Augenbeschwerden.
Sehr wenige bekommen nach der Bestrahlung erstmalig Augenprobleme.
Rauchen kann einen schweren Verlauf der Orbitopathie begünstigen.
Personen, die bereits hervorstehende Augäpfel haben, bekommen in der Regel vorbeugend Kortisonpräparate (GlukokortikoideGlukokortikoide sind Wirkstoffe, die entzündungshemmend wirken, die körpereigene Immunabwehr unterdrücken und den Stoffwechsel beeinflussen. Der Begriff Kortison wird umgangssprachlich häufig für alle Wirkstoffe aus dieser Medikamentengruppe verwendet. Glukokortikoide kommen auch natürlicherweise im Körper als Hormon vor. Dazu gehört etwa das Kortisol.). Damit soll verhindert werden, dass sich die Augenerkrankung verschlimmert. Die Behandlung mit Kortisonpräparaten soll mindestens einen Tag vor der Bestrahlung mit radioaktivem Jod beginnen. Die Tabletten sollen dann über einige Wochen eingenommen werden.
Der Arzt nennt mögliche Nebenwirkungen der Bestrahlung
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.