Was bedeutet meine Erkrankung?

Diese Entscheidungshilfe ist für Sie gedacht, wenn Sie an Morbus Basedow erkrankt sind.

Morbus Basedow gehört zu den Autoimmunkrankheiten. Bei dieser Art von Erkrankungen greift das Abwehrsystem des Körpers (ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen.) körpereigenes, gesundes Gewebe an. Das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. ist eigentlich dafür verantwortlich, Eindringlinge wie Bakterien, Viren und Parasiten zu erkennen und auszuschalten. Dafür bildet es Abwehrstoffe (AntikörperAntikörper sind Eiweiße, die im Blut zirkulieren. Sie werden von Immunzellen gebildet, um Krankheitserreger und Fremdstoffe abzuwehren. Antikörper können weitere Abwehrzellen anlocken und Erreger unschädlich machen.), die spezifisch gegen die jeweiligen Krankheitserreger vorgehen.

Beim Morbus Basedow reagiert das ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. ähnlich wie auf Krankheitserreger: Es produziert Antikörper. Diese sogenannten AutoantikörperAutoantikörper sind Antikörper, die sich gegen körpereigenes, gesundes Gewebe richten. In der Folge kann sich eine Autoimmunerkrankung entwickeln. sind gegen das eigene Schilddrüsengewebe gerichtet und imitieren das körpereigene Hormon TSHDas Hormon wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Es gelangt über das Blut zur Schilddrüse und reguliert dort die Menge der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin. (Thyreoidea-stimulierendes Hormon).

TSH hat die Aufgabe, die Schilddrüse bei Bedarf zur Produktion der lebenswichtigen Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) anzuregen. Ist der Hormonspiegel ausreichend hoch, drosselt der Körper die TSH-Ausschüttung wieder. Dieser Regelkreis wird von der HypophyseDie Hirnanhangsdrüse ist eine zum Gehirn gehörende Drüse. Sie misst und reguliert die Hormonproduktion mehrerer anderer Drüsen im Körper. im Gehirn kontrolliert und ist normalerweise sehr fein ausbalanciert.

Binden jedoch die Autoantikörper an die TSH-Rezeptoren der Schilddrüse, so bringen sie die Regelung aus dem Gleichgewicht. Denn ähnlich wie TSH stimulieren auch diese Antikörper die Schilddrüsenzellen. Mit einem wichtigen Unterschied: Die krankmachenden Autoantikörper werden, anders als TSH, nicht herunterreguliert, wenn der Hormonspiegel ausreichend hoch ist. Dadurch wird die Schilddrüse dauerhaft angetrieben, die Hormone T3 und T4 zu produzieren. Es kommt zu einer Schilddrüsenüberfunktion (HyperthyreoseBei einer Schilddrüsenüberfunktion werden zu viel Schilddrüsenhormone gebildet.). Wenn nun dauerhaft zu viele Schilddrüsenhormone gebildet werden, geraten verschiedene Stoffwechsel- und Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht. Sie laufen dann unnötigerweise „auf Hochtouren“.

Wodurch ein Morbus Basedow ausgelöst wird, ist im Detail nicht bekannt. Man vermutet, dass Morbus Basedow erblich bedingt ist. Bei Personen mit einer genetischen Veranlagung könnten seelische Stresssituationen und Rauchen die Entstehung der Erkrankung begünstigen. Frauen sind 5 bis 10 Mal häufiger betroffen.

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