Worum geht es bei der Entscheidung?
Zunächst werden Sie in der Regel für 1 bis 2 Jahre mit Medikamenten behandelt, welche die ungehemmte Bildung der Schilddrüsenhormone bremsen. Die Medikamente nennt man ThyreostatikaEine Gruppe von Medikamenten, welche die Bildung von Schilddrüsenhormonen stark verringert.. Bei etwa der Hälfte der Patientinnen und Patienten funktioniert die Schilddrüse dann wieder normal. Bei der anderen Hälfte der Patientinnen und Patienten bleibt die Schilddrüse überaktiv oder die Beschwerden kehren zurück, nachdem die Behandlung mit Medikamenten beendet wurde.
In diesen Fällen kann die übermäßige Produktion von Hormonen nur dann dauerhaft gestoppt werden, wenn das Schilddrüsengewebe durch eine Operation vollständig entfernt oder durch eine Bestrahlung mit radioaktivem Jod ausgeschaltet wird. Die AutoantikörperAutoantikörper sind Antikörper, die sich gegen körpereigenes, gesundes Gewebe richten. In der Folge kann sich eine Autoimmunerkrankung entwickeln. können dann keinen Schaden mehr anrichten, da mit dem Schilddrüsengewebe auch die TSH-Rezeptoren entfernt werden. Allerdings können die Autoantikörper auch mit dem Gewebe in den Augenhöhlen wechselwirken, sodass die Augäpfel hervortreten, oder wenn sie schon hervorgetreten sind, auch so bleiben.
Diese Entscheidungshilfe informiert Sie über die Vor- und Nachteile der beiden Behandlungsmöglichkeiten. Sie soll Ihnen helfen herauszufinden, welche Behandlung die für Sie passende ist. Denn es ist wichtig für die Entscheidung über die weitere Behandlung, wie Sie die Vor- und Nachteile für sich bewerten. Auch darüber wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen sprechen.
Der Arzt nennt mögliche Gründe für beide Behandlungen
Der Patient wurde für die endgültige Therapie mit Medikamenten vorbehandelt
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.