Vorheriges Thema: Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Alltag aus?

Wie läuft die Behandlung für mich ab?

Was passiert bei der Behandlung?

Zusätzlich zu einer Schmerzbehandlung können Sie eine Hormonbehandlung bekommen. Im Idealfall können Sie sogar auf Schmerzmedikamente verzichten.

Hormonbehandlungen können verhindern, dass die Endometriose-Herde wachsen und sich neue Herde bilden. Sie können auch bestehende Herde verkleinern. Das kann Ihre Schmerzen lindern. Damit die Therapie Erfolg hat, müssen Sie die Hormone oft für längere Zeit einnehmen.

Folgende Möglichkeiten kommen infrage:

  • „Anti-Baby-Pille“ mit den Hormonen Östrogen und Gestagen, üblicherweise eingesetzt zur Verhütung einer Schwangerschaft

  • Gestagen allein:

    • als „Mini-Pille“

    • Dienogest als reine Gestagen-Tablette. Dienogest ist das einzige speziell für die Endometriose zugelassene Gestagen.

    • als Gestagen-Spirale

  • GnRH-AnalogaGnRH steht für Geschlechtshormone-freisetzendes Hormon (Gonadotropin Releasing Hormone). GnRH-Analoga sind Wirkstoffe, die Andockstellen auf Zellen (Rezeptoren) blockieren, sodass das körpereigene GnRH nicht mehr binden kann. Dadurch produzieren die Eierstöcke weniger Geschlechtshormone., um die Produktion des Sexualhormons Östrogen zu unterdrücken. Sie werden meist erst angewendet, wenn andere Therapien versagen.

Wo findet die Behandlung statt und wie oft muss sie durchgeführt werden?

Die Anti-Baby-Pille, die „Mini-Pille“ und die Gestagen-Tablette nehmen Sie zu Hause täglich ein.

Die Anti-Baby-Pille wird in der Endometriose-Behandlung meist durchgehend ohne einwöchige Pillenpause eingenommen. Das nennt man dann den sogenannten „Langzyklus“ oder die „Langzeit-Einnahme“.

„Mini-Pille“ und Gestagen-Tablette werden durchgehend ohne Pause eingenommen.

Die Gestagen-Spirale wird Ihnen in der Praxis oder Klinik eingesetzt. Sie wirkt – je nach Präparat – 3 bis 5 Jahre.

GnRH-AnalogaGnRH steht für Geschlechtshormone-freisetzendes Hormon (Gonadotropin Releasing Hormone). GnRH-Analoga sind Wirkstoffe, die Andockstellen auf Zellen (Rezeptoren) blockieren, sodass das körpereigene GnRH nicht mehr binden kann. Dadurch produzieren die Eierstöcke weniger Geschlechtshormone. bekommen Sie meist 1- bis 3-mal pro Quartal in Ihrer gynäkologischen Praxis als Spritze verabreicht. Sie können das Medikament aber auch als Nasenspray anwenden. GnRH-AnalogaGnRH steht für Geschlechtshormone-freisetzendes Hormon (Gonadotropin Releasing Hormone). GnRH-Analoga sind Wirkstoffe, die Andockstellen auf Zellen (Rezeptoren) blockieren, sodass das körpereigene GnRH nicht mehr binden kann. Dadurch produzieren die Eierstöcke weniger Geschlechtshormone. sollten Sie nicht für längere Zeit einnehmen.

Wird meine Regelblutung beeinflusst?

Wenn Sie die Pille durchgehend einnehmen, bleiben Ihre Blutungen ganz aus.

Mit der „Mini-Pille“ und der Gestagen-Tablette Dienogest kommt es gelegentlich zu Zwischenblutungen oder es treten gar keine Blutungen mehr auf.

Die Gestagen-Spirale kann anfangs zu stärkeren Schmerzen und sogar stärkeren Regelblutungen führen, was sich dann aber in den ersten Wochen bis Monaten normalisieren sollte. Viele Frauen bekommen dann gar keine Blutungen mehr.

Mit GnRH-AnalogaGnRH steht für Geschlechtshormone-freisetzendes Hormon (Gonadotropin Releasing Hormone). GnRH-Analoga sind Wirkstoffe, die Andockstellen auf Zellen (Rezeptoren) blockieren, sodass das körpereigene GnRH nicht mehr binden kann. Dadurch produzieren die Eierstöcke weniger Geschlechtshormone. haben Sie nach 2 Monaten meist keine Blutungen mehr.

Die Ärztin erklärt den Ablauf der Behandlung mit der Anti-Babypille

Die Ärztin spricht über die Spirale mit dem Wirkstoff Dienogest

Die Ärztin erklärt den Ablauf der Behandlung mit Levonorgestrel

Die erläutert die Therapie mit GNRH-Analoga



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.