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Die Möglichkeiten

Diese Entscheidungshilfe ist für Sie gedacht, wenn Sie eine Endometriose haben und derzeit nicht planen, schwanger zu werden. Nun steht die Entscheidung über die weitere Behandlung an.

Sie sollten gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Ihre persönliche Erkrankungssituation und die Behandlungsmöglichkeiten besprechen, um die für Sie am besten geeignete Behandlung zu finden.

Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten: eine Schmerzbehandlung oder eine Hormonbehandlung.

In dieser Entscheidungshilfe geht es konkret um folgende Fragen:

  • Möchten Sie nur Schmerzmittel einnehmen oder kommt eine zusätzliche Hormonbehandlung, die auch die Ursachen der Schmerzen bekämpft, infrage?

  • Wenn eine Hormonbehandlung infrage kommt, welche Medikamente sind dann für Sie passend? Möglich sind Gestagene (Gelbkörperhormone), Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparate und GnRH-AnalogaGnRH steht für Geschlechtshormone-freisetzendes Hormon (Gonadotropin Releasing Hormone). GnRH-Analoga sind Wirkstoffe, die Andockstellen auf Zellen (Rezeptoren) blockieren, sodass das körpereigene GnRH nicht mehr binden kann. Dadurch produzieren die Eierstöcke weniger Geschlechtshormone. (Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analoga).

  • Wenn Sie sich für Gestagen allein entscheiden, soll es dann in Tablettenform verabreicht werden oder möchten Sie eine Spirale eingesetzt bekommen, die das Gestagen freisetzt?


Wenn Sie sich zunächst dafür entscheiden, nur Schmerzmittel einzunehmen, können Sie später immer noch eine Hormonbehandlung dazu nehmen. Und wenn Sie sich für die kombinierte Behandlung mit Hormonen entscheiden, können Sie diese später noch absetzen und nur Schmerzmittel einnehmen.

Zusätzlich zu beiden Behandlungsmöglichkeiten können Ihnen außerdem weitere Maßnahmen helfen, die Schmerzen erträglicher zu machen oder mit diesen besser umzugehen. Frauen berichten, dass ihnen Lebensstilumstellungen wie eine gesunde Ernährung, mehr Bewegung, Sport oder Yoga helfen.

Viele dieser nicht-medikamentöse Maßnahmen wirken jedoch nicht direkt auf die Erkrankung, sondern helfen Ihnen, mit den Schmerzen und der Erkrankung umzugehen. Das gilt zum Beispiel für pflanzliche Mittel, Nervenstimulation (TENS), Akupunktur, Entspannungstechniken, Chiropraktik, mehr Bewegung, Stressreduktion und Ernährungsumstellung. Auch andere nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Anthroposophie, Homöopathie, Schüßler-Salze oder Bach-Blütentherapie können Sie als wohltuend empfinden. Diese Mittel enthalten jedoch keinen pharmakologisch sinnvollen oder gar keinen Wirkstoff.

Schmerzbehandlung

Auch wenn Sie sich nicht für eine Hormonbehandlung entscheiden, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Schmerzen zu unterdrücken. Dazu eignen sich verschiedene Schmerzmedikamente sowie nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Wärme. Eine Schmerzbehandlung beeinflusst das Wachstum der Endometriose-Herde nicht.

Hormonbehandlung

Das Hormon „Östrogen“ trägt dazu bei, dass Endometriose-Herde entstehen und weiterwachsen. Daher versucht jede hormonelle Behandlung den Wachstumsreiz, den das Östrogen auf das Endometriose-Gewebe ausübt, zu verringern. Alle in dieser Entscheidungshilfe vorgestellten Hormonbehandlungen senken den Östrogenspiegel mehr oder weniger stark ab.



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.