Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Alltag aus?
Wie hoch ist der Zeitaufwand im Alltag?
Der Zeitaufwand ist größer als bei der Behandlung mit Plättchenhemmern.
Die Blutgerinnung muss regelmäßig kontrolliert werden, da eine schlecht eingestellte Blutverdünnung von Nachteil ist: Ein zu niedriger INR-WertDer INR-Wert oder International Normalized Ratio ist ein Maß dafür, wie lange es dauert, bis das Blut gerinnt. schützt nicht vor Blutgerinnseln, bei einem zu hohem INR-Wert besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko.
Die Kontrolle erfolgt durch Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder durch Sie selbst. Die Technik der INR-Bestimmung erlernen Sie in einem Kurs. Dadurch können Sie unabhängiger Ihren Alltag gestalten oder auch spontaner verreisen. Die Selbstkontrolle des INR-Wertes reduziert Ihre Arztbesuche, ersetzt sie aber nicht.
Was ist außerdem wichtig zu wissen oder zu beachten?
Vor einer geplanten Operation sollten Sie mit Ihrer Kardiologin/Ihrem Kardiologen Kontakt aufnehmen. Diese schätzen die Risiken der Maßnahmen individuell ab und besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen. Gegebenenfalls werden die Medikamente vorübergehend abgesetzt.
Es können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, aber auch mit Nahrungsmitteln auftreten:
Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung bei der Einnahme von AcetylsalicylsäureASS ist die Abkürzung für den Wirkstoff Acetylsalicylsäure. In niedriger Dosierung wird ASS zur Blutverdünnung eingesetzt, da er die Funktion der Blutplättchen hemmt. In höherer Dosierung wirkt ASS schmerzlindernd. (als Schmerzmittel in höherer Dosis), Antibiotika und bestimmten Rheumamitteln. Werden diese zusammen mit Gerinnungshemmern eingenommen, können schwere Blutungen auftreten.
Abschwächung der Wirkung durch den Verzehr Vitamin K-reicher Lebensmittel, zum Beispiel Grünkohl, Spinat oder Brokkoli.
Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt über alle Arzneimittel, die Sie darüber hinaus einnehmen oder ergänzend anwenden wollen. Das gilt auch für pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel.
Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt über Ihre Ernährungsgewohnheiten. Obwohl die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, müssen Sie keine spezielle Diät einhalten. Sie sollten jedoch auf eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung achten.
Haben Sie häufig Durchfall, dann sollten Sie besonders achtsam sein. Es kann zu einem Vitamin K-Mangel und somit zu einem hohen Blutungsrisiko führen.
Bevor Sie verreisen, sollten Sie mit dem Arzt besprechen, wie Sie während des Urlaubs eine regelmäßige Kontrolle Ihrer Gerinnungswerte sicherstellen können.
Wie wichtig ist Therapietreue?
Damit Vitamin K-Antagonisten optimal wirken, müssen Sie sie zuverlässig einnehmen.
Damit DOAKs richtig wirken, ist es wichtig, sie jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen. Die Wirkdauer ist im Vergleich zu Vitamin K-Antagonisten relativ kurz. Das bedeutet, dass Sie keine Dosis auslassen sollten, um die vorbeugende Wirkung aufrechtzuerhalten.
Die Ärztin spricht über die Selbstdisziplin bei der Tabletteneinnahme
Der Arzt spricht über die Auswirkung der Therapie im Alltag
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.