Was bedeutet meine Situation?
Der Arzt möchte sich mit Patientinnen für die passende Therapie entscheiden
Diese Information betrifft Sie, wenn Sie sich mindestens in der 37. Schwangerschaftswoche befinden und Ihr Kind weiterhin in der Beckenendlage liegt. In Ihrem Mutterpass ist in diesem Fall die Abkürzung „BEL" vermerkt.
Während der Schwangerschaft nimmt das Kind im Mutterleib ganz verschiedene Positionen ein. Wenn das Kind immer größer wird und die Geburt näher rückt, dreht es sich normalerweise mit dem Kopf nach unten. In der Schädellage (Abbildung A) kommt das Kind dann mit dem Kopf voran zur Welt.
Bei der Beckenendlage (Abbildung B) dagegen liegt das Baby mit dem Po nach unten in der Gebärmutter. Der Kopf befindet sich unter dem Rippenbogen der Mutter. Die Beine des Babys liegen dabei entweder nach oben geklappt vor dem Bauch oder das Kind hockt oder kniet. Manchmal hat es auch ein oder beide Beine nach unten gerichtet. Kurz vor der Geburt liegen nur noch 3 von 100 Kindern in der Beckenendlage. Die Beckenendlage ist die häufigste sogenannte Lageanomalie.
In der Beckenendlage ist der Kopf des Kindes immer oben und der Po unten im Mutterleib. Die Lage der Beine des Kindes kann aber variieren. Wie genau das Baby im Mutterleib liegt, ist wichtig, wenn es darum geht, die Geburt zu planen. Folgende Formen der Beckenendlage werden unterschieden:
Reine Steißlage: Das Kind hat die Beine hochgeklappt, so dass die Füße vor seinem Gesicht liegen. Der Steiß geht bei der Geburt also voran.
Vollkommene Steiß-Fuß-Lage: Das Kind hockt, das heißt, die Knie sind zum Bauch hin angezogen. Steiß und Füße gehen bei der Geburt voran.
Unvollkommene Steiß-Fuß-Lage: Ein Bein ist angehockt mit dem Knie vor dem Bauch, das andere Bein ist wie bei der Steißlage hochgeklappt. Steiß und ein Fuß gehen bei der Geburt voran.
Vollkommene Fußlage: Beide Beine sind nach unten ausgestreckt. Die Füße gehen also bei der Geburt voran.
Unvollkommene Fußlage: Ein Bein ist nach unten ausgestreckt, das andere ist hochgeklappt. Ein Fuß geht bei der Geburt voran.
Vollkommene Knielage: Das Kind kniet und hat die Beine nach hinten angewinkelt. Die Knie gehen voran.
Unvollkommene Knielage: Das Kind kniet nur mit einem Bein, das andere ist hochgeklappt.
Die reine Steißlage ist die häufigste Form der Beckenendlage, gefolgt von Fuß- und Steiß-Fuß-Lagen. Die Knielagen sind sehr selten. Alle Varianten der Beckenendlage gelten als Risikogeburten.
Die Patientin ließ sich vor der Geburt aufklären
Die Patientin hat es mit der äußeren Wendung probiert
Die Ärztin unterstreicht die Wichtigkeit der informierten Entscheidung
Der Arzt erklärt die Beckenendlage
Die Ärztin spricht über die Beckenendlage
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.