Wie läuft die Behandlung ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Bei dieser Behandlung werden biologische HerzklappenBiologische Herzklappen werden auch Bioprothesen genannt. Sie bestehen aus menschlichem oder tierischem Gewebe. als Ersatz für Ihre eigene verkalkte Herzklappe genutzt.
Bei dem TAVI-Verfahren wird durch das Spezialisten-Team, bestehend aus Kardiologinnen, Kardiologen, Herzchirurginnen und -chirurgen sowie Narkoseärztinnen und -ärzten über die Leistengefäße ein KatheterKatheter sind dünne biegsame Röhrchen oder kleine Schläuche, die in Blutgefäße, innere Hohlorgane oder eine Körperhöhle eingeführt werden können. Mediziner setzen Katheter zur Erkennung und zur Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen ein. Über einen Katheter kann das Fachpersonal Medikamente verabreichen, aber auch Flüssigkeiten aus dem Körperinneren ausleiten. mit dem Metallgerüst (Stent) und der darin zusammengefalteten biologischen Herzklappe soweit zu Ihrem Herzen vorgeschoben, bis sie an der Stelle Ihrer verengten Aortenklappe positioniert ist. Die neue Klappe wird dort freigesetzt, ohne die stark verkalkte Aortenklappe zu entfernen. Ihre alte stark verkalkte Herzklappe wird durch den Stent zur Seite gedrängt und die neue Klappe kann im Innern des Stents ungehindert ihre Funktion aufnehmen. Auch wenn Ihr Herz bei dem Eingriff schlägt, muss während des Einsetzens der neuen Herzklappe kontrolliert Kammerflattern des Herzens (sehr schneller gerichteter Herzschlag) ausgelöst werden, um eine sichere Positionierung der neuen Klappe zu erreichen. Wenn bei Ihnen der Zugang über die Leiste nicht möglich ist, kann die neue Herzklappe auch über einen Zugang am Brustkorb eingesetzt werden. In spezialisierten Behandlungszentren wird der Eingriff über die Leiste ohne künstliche Beatmung und ohne Vollnarkose durchgeführt.
Nach dem Einsetzen der Herzklappe kommen Sie direkt selbstständig atmend auf eine Überwachungsstation. Am nächsten Tag, wenn alle notwendigen Parameter stabil sind, werden Sie auf die Normalstation verlegt. Hier verbringen Sie noch etwa 4 bis 6 Tage. Je nachdem, wie Sie sich von dem Eingriff erholen, können Sie entweder direkt nach Hause oder in eine Reha-Klinik gehen. Am UKSH beträgt der Aufenthalt im Krankenhaus durch eine verbesserte Organisation des Ablaufs insgesamt nur 4 Tage.
Erste Erfahrungen mit dem TAVI-Verfahren wurden 2002 gemacht. Aussagekräftige klinische Daten liegen jedoch bisher nur für einen Beobachtungszeitraum von bis zu 5 Jahren vor. Daten für einen Zeitraum länger als 3 Jahre gibt es bisher nur für ältere Personen mit einem hohen Risiko.
Benötige ich eine Operation?
Der Eingriff ist in der Regel ohne Vollnarkose unter örtlicher Betäubung möglich. Aufgrund der Größe der Schläuche, die in die Beinschlagader eingeführt werden, sind danach spezielle Verschlusssysteme nötig, um die Punktionsstellen am Blutgefäß wieder zu verschließen.
Der Arzt beschreibt den Ablauf der TAVI-Behandlung
Der Arzt erwähnt die nötige Nachsorge
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.