Was bedeutet meine Erkrankung?
Diese Information betrifft Sie, wenn bei Ihnen mehrere sogenannte aktinische Keratosen festgestellt worden sind. Diese können an unterschiedlichen Hautstellen oder in unmittelbarer Nähe voneinander auftreten.
Eine aktinische Keratose ist eine Hautveränderung, die entsteht, wenn die Haut häufig der Sonne oder künstlichen UV-Strahlen ausgesetzt ist. Regelmäßige Belastung mit UV-Strahlen führt dazu, dass sich bestimmte Hautzellen (KeratinozytenKeratinozyten bilden die verhornte Schicht der Oberhaut und heißen daher auch hornbildende Zellen.) krankhaft verändern und sich in der Folge stark vermehren. Eine aktinische Keratose kann zu unterschiedlich ausgeprägten Hautveränderungen führen, die zum Beispiel als rötlich-braune Verhornungen sichtbar sind.
Da sie vorwiegend durch UV-Strahlen verursacht werden, treten die Hautveränderungen meistens an Stellen auf, die häufig der Sonne ausgesetzt sind wie Gesicht, Ohren, Unterarme und Handrücken, Dekolleté, Nacken oder Rücken sowie bei Männern häufig auch auf der unbehaarten Kopfhaut. Die Hautveränderungen entwickeln sich langsam: Zu Beginn fühlt sich die Hautstelle wie feines Sandpapier an und fällt daher meist zuerst beim Rasieren oder Waschen auf. Erst mit der Zeit bildet sie sich zu einer rauen, leicht erhabenen, schuppigen Hautveränderung von rötlich-brauner Farbe.
Die aktinische Keratose zählt zu den häufigen Hauterkrankungen. Da sie sich langsam entwickelt, tritt sie vor allem bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte auf. Seltener können aber auch jüngere Menschen betroffen sein. Neben der UV-Belastung und dem Alter begünstigen weitere Risikofaktoren die Entwicklung einer aktinischen Keratose:
Heller Hauttyp
Kahlköpfigkeit
Häufige Aufenthalte in der Sonne ohne Sonnenschutz
Ein durch Medikamente beeinträchtigtes ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Es erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. (Immunsuppression)
Erbliche Erkrankungen, die die Haut betreffen (zum Beispiel AlbinismusAlbinismus ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der der Hautfarbstoff Melanin fehlt. Es können nur die Augen betroffen sein oder zusätzlich auch die Haut und die Haare, die dann besonders hell sind.)
Die Ärztin spricht über das Krankheitsbild
Die Patienten sprechen über den Verlauf ihrer aktinischen Keratose
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.