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Wie sieht meine Gesundheitssituation aus?

Das Vorhofflimmern selbst ist nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Allerdings bessert es sich nicht ohne Behandlung. Das Vorhofflimmern kann jedoch gesundheitliche Folgen haben: Zum einen kann es zu einer Herzschwäche kommen. Außerdem erhöht sich das Risiko für einen Schlaganfall. Während des Vorhofflimmerns staut sich Blut in den Vorhöfen. Es können sich Blutgerinnsel bilden. Wenn ein Blutgerinnsel über die Blutbahn verschleppt wird und eine Ader verschließt, die das Gehirn versorgt, kann es zu einem Schlaganfall kommen.

Je nach vorhandenen Risikofaktoren ist Ihr Risiko für einen Schlaganfall unterschiedlich hoch. Faktoren, die das Risiko beeinflussen können, sind zum Beispiel: höheres Alter, Herz-Kreislauf-ErkrankungenDer Begriff fasst unter anderen folgende Krankheitsbilder zusammen: Schlaganfall (Apoplex), Herzinfarkt (Myokardinfarkt), periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). und weibliches Geschlecht.

Wie hoch Ihr Risiko für einen Schlaganfall ist, lässt sich mit einem bestimmten Risikorechner abschätzen. Wenn Sie Ihr persönliches Schlaganfall-Risiko nicht kennen, können Sie es anhand der Liste unter „Mehr wissen“ selbst berechnen.

Ihr individuelles Schlaganfall-Risiko können Sie anhand der folgenden Tabelle (sogenannter CHA2DS2-VASc-Score) abschätzen. Der errechnete Wert gibt Auskunft, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie innerhalb eines Jahres einen Schlaganfall bekommen. Ihren Wert können Sie ermitteln, indem Sie die Punkte für die Risikofaktoren zusammenzählen, die auf Sie zutreffen:

Risikofaktor

Punkte

Alter zwischen 65 und 74 Jahre

1

Alter ab 75 Jahre

2

Schlaganfall in der Vergangenheit

2

Diabetes mellitus

1

Bluthochdruck

1

ausgeprägte Herzschwäche

1

Weibliches Geschlecht

1

Gefäßverengung aufgrund von ArterioskleroseDie Arteriosklerose, umgangssprachlich Arterienverkalkung genannt, ist eine fortschreitende Gefäßerkrankung. Hierbei bilden sich in den Blutgefäßen Fettablagerungen (Plaques). Diese Ablagerungen können Blutgefäße verengen und zur Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) führen.,
zum Beispiel koronare Herzkrankheit oder pAVKBei der sogenannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (kurz pAVK) sind die großen Blutgefäße meist im Becken und den Beinen verengt. Dadurch ist die Durchblutung schlechter. Das kann zu Beschwerden führen wie Schmerzen in den Beinen beim Gehen oder auch in Ruhe.

1

Der Risikofaktor „weibliches Geschlecht“ zählt nur dann als Punkt, wenn eine Frau mindestens noch einen weiteren Risikofaktor hat.

Bei 2 Punkten spricht man von einem mittleren Risiko, bei 3 bis 6 Punkten von einem hohen Risiko. Im Vergleich haben deutlich weniger Menschen ein sehr hohes Risiko mit 7 oder mehr Punkten. Es lassen sich anhand von Studien keine sicheren Zahlen für das Schlaganfall-Risko bei 7 oder mehr Punkten angeben.

Die folgende Tabelle zeigt, wie hoch das Schlaganfall-Risiko im Zeitraum von einem Jahr und wie Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, das Risiko senken.

Persönliches Schlaganfall-Risiko (Gesamtpunktzahl) Anzahl der Schlaganfälle

ohne Gerinnungshemmer Anzahl der Schlaganfälle

mit

Persönliches Schlaganfall-Risiko (Gesamtpunktzahl)

Anzahl der Schlaganfälle
ohne Gerinnungshemmer

Anzahl der Schlaganfälle
mit
Gerinnungshemmer

Anzahl der vermiedenen Schlaganfälle

0

2 von 1000

1 von 1000

1 von 1000

1

6 von 1000

2 von 1000

4 von 1000

2

25 von 1000

9 von 1000

16 von 1000

3

37 von 1000

13 von 1000

24 von 1000

4

55 von 1000

19 von 1000

36 von 1000

5

84 von 1000

29 von 1000

55 von 1000

6

114 von 1000

39 von 1000

75 von 1000

Die Zahlen in der Tabelle gelten nur für einen Zeitraum von einem Jahr. Vorhofflimmern ist aber eine chronische Erkrankung, die über einen deutlich längeren Zeitraum besteht und behandelt wird. Werden die Medikamente länger genommen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie vor einem Schlaganfall schützen.

Mit freundlicher Genehmigung von gesundheitsinformation.de

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Der Arzt beschreibt das Krankheitsbild "Vorhofflimmern"

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