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Welche Stomatypen gibt es?

Ein künstlicher Darmausgang wird auch „Enterostoma“ oder früher auch „AnusDer Anus (auch After genannt) ist die Aus­trittsöff­nung des Darms. Ringmuskeln und ein Geflecht aus Blutgefäßen dichten ihn ab. Bei der Darmentleerung  erschlaffen die Schließmuskeln und Stuhl wird durch die Darmbewegungen abgegeben. praeter“ genannt. Entscheidend für die Anlage und Pflege eines Stomas ist vor allem seine Lage am Dünndarm oder Dickdarm.

Dünndarmstoma (Ileostoma)

Der knapp 7 Meter lange Dünndarm liegt zwischen Magen und Dickdarm. Im Magen wird dem Nahrungsbrei zur Verdauung Säure zugesetzt, im Dickdarm wird dem Nahrungsbrei Flüssigkeit entzogen. Das bedeutet: Der Stuhlgang, der aus einem Dünndarmstoma (A) kontinuierlich austritt, ist dünnflüssig und mit bis zu 1,5 Liter pro Tag voluminös, und er reizt wegen seines hohen Säuregehalts die umliegende Haut.

Ein Dünndarmstoma wird meist mit sogenannten Ausstreifbeuteln versorgt. Die relativ großen Stuhlmengen lassen sich aus dem Beutel leicht in das Toilettenbecken durch Ausstreifen entleeren. Abhängig von der genauen Lage des Stomas kann es sinnvoll sein, dem Körper zusätzlich Vitamin B12, Flüssigkeit und Salze zuzuführen.
Ein Dünndarmstoma wird meist dann angelegt, wenn die Absicht besteht, das Stoma zurückzuverlegen.

Dickdarmstoma (Kolostoma)

Das Dickdarmstoma (B) kann an verschiedenen Stellen des etwa 2 Meter langen Dickdarms liegen. Der Dickdarm liegt im Bauch etwa in Form eines großen, unten zur Hälfte geschlossenen Rechtecks. Die sichtbare Lage des Stomas richtet sich nach der Stelle des Dickdarms, wo es angelegt wird: Ein Stoma kann also links oder rechts knapp unter den Rippen, oder knapp oberhalb der Leiste liegen.

An welcher Stelle des Dickdarms das Stoma angelegt wird, hat auch einen Einfluss auf die Beschaffenheit des Nahrungsbreis, der aus dem Stoma austritt. Da dem Nahrungsbrei im Dickdarm vor allem Flüssigkeit entzogen wird, kann als Faustregel gelten: Je weiter unten in der Darmpassage das Stoma angelegt wird, desto fester ist der Stuhlgang.

Ein Dickdarmstoma ist wegen der festeren Stuhlkonsistenz für Sie unkomplizierter zu handhaben als ein Dünndarmstoma. Deswegen wird ein Dickdarmstoma immer dann angelegt, wenn das Stoma als Dauerlösung geplant ist. Ist eine Notfalloperation nötig, kann auch ein vorübergehendes Dickdarmstoma angelegt werden, das später wieder zurückverlegt wird.

Dünndarm
Dickdarm
Stoma
entfernter Darmabschnitt


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