Wie läuft die Behandlung für mich ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Biologika werden biotechnologisch aus lebenden Zellkulturen gewonnen. Sie reduzieren die Entzündung auf zwei Arten: Einige Biologika hemmen Zellen der Körperabwehr, die die Entzündungen fördern, direkt. Andere Biologika unterbrechen die Kommunikation zwischen Immunzellen. Das gelingt ihnen, indem sie Signalstoffe, die von den Abwehrzellen freigesetzt werden, abfangen, oder indem sie die Stellen, an denen die Signalstoffe binden, blockieren.
Es gibt Biologika aus verschiedenen Wirkstoffgruppen:
TNF-(Tumornekrosefaktor)-Alpha-Hemmer sind am längsten zur Behandlung von rheumatoider Arthritis in Deutschland im Einsatz:
Adalimumab
Etanercept
Golimumab
Infliximab
Certolizumab pegol
Weitere Wirkstoffgruppen sind:
Interleukin-1-Hemmer (Anakinra)
Interleukin-6-Hemmer (Sarilumab und Tocilizumab)
Hemmer der Aktivierung von T-Zellen (Abatacept)
gegen B-Zellen gerichtete Substanzen (Rituximab)
Inzwischen gibt es für einige ältere Biologika, wie zum Beispiel Adalimumab, Infliximab, Etanercept und Rituximab bereits Nachahmerprodukte, sogenannte BiosimilarsBiosimilars sind Nachahmerprodukte (Generika), die den Wirkstoffen der Originalpräparate sehr ähnlich, jedoch nicht identisch sind. Da sie sich gleichwertig einsetzen lassen, aber deutlich günstiger sind, werden sie bevorzugt verwendet.. Sie ähneln den Originalprodukten, sind aber nicht völlig identisch.
Die verschiedenen Biologika scheinen im Prinzip ähnlich gut zu wirken. Welches Biologikum verwendet wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen gemeinsam. Ausschlaggebend für das eine oder andere Biologikum können bereits eingenommene Biologika, Ihr Gesundheitszustand oder Ihre persönlichen Wünsche sein.
Wie und wo findet die Behandlung statt?
Biologika werden je nach Medikament unterschiedlich häufig gespritzt oder als Infusion gegeben.
Infusionen erhalten Sie in der Rheumatologischen Ambulanz.
Einige der Biologika werden auch als Fertigspritzen angeboten, die entweder in der Rheumatologischen Ambulanz verabreicht werden, oder die Sie sich nach Einweisung zu Hause selbst spritzen können.
Der Arzt nennt nötige Voruntersuchungen
Die Ärztin erläutert den Ablauf der Behandlung
Der Arzt beschreibt die Therapie durch Spritze oder Infusion
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.