Was bedeutet meine Erkrankung?

Diese Information unterstützt Sie, wenn bei Ihnen eine sogenannte „Dreigefäßerkrankung“ festgestellt wurde. Das ist eine Form der koronaren Herzkrankheit. Bei einer Dreigefäßerkrankung sind alle 3 Herzkranzarterien behandlungsbedürftig verengt. Was das genau bedeutet, ist im Folgenden erläutert.

Das Herz benötigt ständig sauerstoffreiches Blut für seine Arbeit. Für die Blutversorgung des Herzens sorgen die Herzkranzgefäße (Koronararterien). Sie gehen von der Hauptschlagader (Aorta) ab und umspannen das Herz kranzförmig. Der vordere Teil des Herzens wird von der linken Herzkranzarterie versorgt, der hintere Teil von der rechten Herzkranzarterie. Da sich die linke Herzkranzarterie wiederum in 2 Äste aufteilt, sprechen wir insgesamt von 3 Herzkranzgefäßen. Abhängig davon, wie viele der Gefäße von Verengungen betroffen sind, wird die koronare Herzkrankheit in eine Ein-, Zwei- oder Dreigefäßerkrankung unterteilt.

Hauptschlagader
Rechte Herzkranzarterie
Linke Herzkranzarterie
Erster Ast der linken Herzkranzarterie
Zweiter Ast der linken Herzkranzarterie

Die Herzkranzgefäße können sich im Laufe des Lebens verändern und verengen. Hauptsächlich entsteht eine solche Verengung, wenn die Gefäße verkalken (ArterioskleroseDie Arteriosklerose, umgangssprachlich Arterienverkalkung genannt, ist eine fortschreitende Gefäßerkrankung. Hierbei bilden sich in den Blutgefäßen Fettablagerungen (Plaques). Diese Ablagerungen können Blutgefäße verengen und zur Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) führen.). Dabei bilden sich Einlagerungen in den Gefäßwänden, sogenannte PlaquesBei arteriosklerotischen Plaques handelt es sich um Fetteinlagerungen in Blutgefäßen. Wenn Plaque reißt, kann sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) bilden und das Gefäß verengen oder ganz verschließen., die den Blutfluss behindern. Eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Bluthochdruck (HypertonieHypertonie ist der medizinische Begriff für Bluthochdruck. Der Blutdruck gilt als erhöht, wenn er dauerhaft bei 140 mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch oder darüber liegt.), Rauchen und zu hohe Blutfettwerte fördern die Ausbildung einer Arterienverkalkung. Wenn die Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen zunehmen, wird der Blutfluss immer mehr behindert und weniger Blut kommt am Herzmuskel an.

Die Herzkranzgefäße sind dann durch die Ablagerungen auch weniger elastisch. Bei körperlicher Betätigung benötigt der Herzmuskel mehr sauerstoffreiches Blut als in Ruhe. Die Gefäße weiten sich bei vermehrtem Blut- und Sauerstoffbedarf dadurch nicht mehr genügend. Der Muskel arbeitet dann unter Sauerstoffmangel. Diese Erkrankung wird koronare Herzkrankheit (KHK) genannt.

Herzkranzgefäß mit roten Blutkörperchen
Plaque
Gerinnsel aus Blutplättchen

Die Arbeit des Herzens unter Sauerstoffmangel führt zu Schmerzen oder einem Engegefühl in der Brust (Angina pectoris). Dieses tritt zunächst bei Belastung, bei fortgeschrittener Erkrankung, aber auch in Ruhe auf. In der Regel ist der Schmerz intensiv und hält nur kurz an. Er verschwindet meistens, wenn die körperliche Belastung beendet wird. Die Schmerzen können in die Arme, die Schultern, den Hals oder die Magengegend ausstrahlen. Zusätzlich treten bei den Betroffen neben der Angina pectoris oft Blässe und Schwitzen auf. Auch starke Angst kann vorkommen.

Es kann auch sein, dass eine koronare Herzkrankheit kaum Beschwerden verursacht. Man spricht dann von einer stummen Angina pectoris. Eventuell machen sich nur ein plötzlicher Leistungsabfall oder ein leichtes Druckgefühl in der Brust bemerkbar, sodass die KHK lange Zeit unbemerkt bleiben kann. Bei bestehender Zuckererkrankung (Diabetes mellitus) und bei älteren Menschen kommt die stumme Angina pectoris häufiger vor.

Bei Frauen können die Beschwerden anders sein. Sie haben manchmal keinen Brustschmerz und geben eher allgemeine Beschwerden wie Übelkeit, Atemnot, Müdigkeit oder Magenschmerzen an.

Der Arzt erklärt, wie die Erkrankung entsteht

Der Patient war überrascht von der Diagnose

Der Arzt spricht über die typischen Symptome der Erkrankung

Der Patient erzählt von seinen Symptomen



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