Wie läuft die Behandlung für mich ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Wenn Sie sich für diese Möglichkeit entscheiden, bleibt das Implantat in Ihrem Körper. Sie werden also nicht operiert. Eventuell können Maßnahmen wie Schmerzmittel oder eine Physiotherapie Ihre Beschwerden lindern.
Welche Begleitumstände sind zu berücksichtigen?
Folgende Umstände sprechen eher dafür, das Implantat im Körper zu belassen:
ein höheres Lebensalter
eine eingeschränkte Operationsfähigkeit, zum Beispiel aufgrund von Erkrankungen
sehr brüchige Knochen (starke OsteoporoseOsteoporose wird auch Knochenschwund genannt. Bei dieser Stoffwechselerkrankung wird zu viel Knochengewebe abgebaut oder nicht mehr genug Knochengewebe aufgebaut. Dadurch nimmt die Knochendichte ab. Die Knochen sind weniger stabil und brechen leichter.)
die Einnahme bestimmter Medikamente, beispielsweise Blutverdünner (Antikoagulanzien), entzündungshemmende Medikamente (Kortison) sowie bestimmte Präparate bei Diabetes (Metformin)
das Risiko, dass die Operationswunde nicht ausreichend geschlossen werden kann (gefährdete Weichteildeckung)
ein sehr großer Operationsbereich mit hohem Verletzungsrisiko für umliegende Blutgefäße und Nerven (beispielsweise im Becken)
abgebrochene Metallteile nach einer vorausgegangenen Implantatentfernung
große Hüftschraubensysteme in Verbindung mit Marknägeln und Platten und einem hohen Lebensalter
eine Metallplatte im Oberarm oder im Unterarm in der Nähe des Ellenbogens
einzelne Schrauben, die nicht stören
ein Implantat, das sich selbst auflöst (resorbierbares Implantat)
ein Implantat, das tief im Knochen sitzt (versenktes Implantat)
ein Implantat, das den Knochen umschlingt (Knochencerclage)
ein Implantat, das bereits ungewöhnlich lange im Körper ist
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.