Was bedeutet meine Erkrankung?
Diese Entscheidungshilfe ist für Sie gedacht, wenn Ihre Schilddrüse zu viel Hormone produziert (HyperthyreoseBei einer Schilddrüsenüberfunktion werden zu viel Schilddrüsenhormone gebildet.). Ursache dafür ist eine gutartige Geschwulst, ein sogenannter Heißer Knoten.
Die Schilddrüse gehört zu den Hormon-produzierenden Organen und Geweben. Hormone sind Botenstoffe, die zahlreiche Körperfunktionen regulieren. Wenn die Schilddrüse überaktiv ist, produziert sie zu viele Schilddrüsenhormone. Eine häufige Ursache sind sogenannte heiße Knoten. Diese Bezeichnung geht jedoch nicht auf eine erhöhte Temperatur zurück; die Knoten fühlen sich nicht warm oder gar heiß an. Vielmehr bezieht die Bezeichnung sich darauf, wie die Knoten in dem Diagnoseverfahren, der Szintigraphie, abgebildet werden. In der Szintigraphie werden Bereiche der Schilddrüse, die aktiver als andere sind, in den warmen Farben Orange bis Dunkelrot dargestellt.
„Heiße Knoten“ sind also überdurchschnittlich aktive Regionen, die zu viele Hormone produzieren. Normalerweise wird die Hormonproduktion der Schilddrüse durch die Hirnanhangsdrüse (HypophyseDie Hirnanhangsdrüse ist eine zum Gehirn gehörende Drüse. Sie misst und reguliert die Hormonproduktion mehrerer anderer Drüsen im Körper.) reguliert. In den „heißen Knoten“ haben sich die Schilddrüsenzellen jedoch der Kontrolle entzogen und gewissermaßen selbstständig (autonom) gemacht. Die Schilddrüsenzellen reagieren dann nicht mehr auf die Signale der Hirnanhangsdrüse. Liegen „heiße Knoten“ vor, spricht man deshalb auch von Schilddrüsenautonomie oder einem autonomen Adenom.
Szintigraphie der Schilddrüse
Mit diesem bildgebenden Verfahren kann die Ärztin oder der Arzt beurteilen, wie aktiv die Schilddrüse ist. Durch eine Infusion bekommen Sie eine geringe Menge radioaktive Substanz verabreicht. Die Substanz verhält sich ähnlich wie natürliches Jod und wird deshalb durch die Schilddrüsenzellen aufgenommen. Dort wird Jod als Bestandteil der Schilddrüsenhormone benötigt. In der anschließend durchgeführten Szintigraphie wird die schmetterlingsförmige Schilddrüse abgebildet. Ist ein Schilddrüsenbereich aktiver als das restliche Gewebe, so wird dort mehr radioaktive Substanz aufgenommen als im gesunden Schilddrüsengewebe. Auf dem farbigen Bild (Szintigramm) erscheint diese Region in warmen Farbtönen (orange bis rot) und wird deshalb als „heißer" Knoten bezeichnet. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einem „kalten“ Knoten um Schilddrüsengewebe, das weniger aktiv oder ganz funktionslos ist. Deswegen nimmt es nicht so viel radioaktive Substanz auf wie die umliegenden Bereiche. Es wird in den eher kalten Farben Blau oder Violett dargestellt.
Der Arzt beschreibt das Krankheitsbild
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.