Die Möglichkeiten
Zur Behandlung Ihres Handgelenkbruchs stellen wir Ihnen hier 4 Behandlungsmöglichkeiten vor. Der Bruch kann entweder konservativ oder mit einer Operation behandelt werden. Die Operationen unterscheiden sich darin, ob sie offen oder minimalinvasiv („Schlüssellochoperation“) erfolgen.
Welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist, hängt ab von der genauen Art Ihres Bruches, Ihren Begleiterkrankungen, Ihrem Alter und Allgemeinzustand. Wichtig sind auch die Anforderungen, die Sie nach der Behandlung wieder an Ihr Handgelenk in Freizeit und Beruf stellen. Bei den verschiedenen Behandlungen geht es darum, den Knochenbruch zu stabilisieren, damit der Knochen in seiner ursprünglichen Position zusammenwachsen kann und Sie ihn wieder voll belasten können. Durch die Behandlung sollen auch Ihre Schmerzen möglichst schnell gelindert und Probleme bei der Heilung verhindert werden.
Konservative Behandlung mit Ruhigstellung
Bei der konservativen Behandlung bekommen Sie einen Gipsverband, der Ihr Handgelenk ruhigstellt. Diesen müssen Sie für mehrere Wochen tragen, während der Knochen heilt.
Minimalinvasive Operation: Drahtstiftfixierung
Zur Stabilisierung wird der Knochenbruch mit speziellen Drähten, auch als Drahtstifte bezeichnet, zusammengehalten. Die Drähte können durch die Haut in den Knochen gebohrt werden. Sie fixieren ihn wieder in seiner ursprünglichen Position. In der Regel bleiben sie für mehrere Wochen im Arm. Zusätzlich bekommen Sie einen Gipsverband.
Minimalinvasive Operation: Fixierung von außen mit einem Gestell
Metallnägel halten den Knochenbruch in der gewünschten Position zusammen. Sie ragen aus dem Arm heraus und werden durch ein Gestell verbunden. Dieser sogenannte externe Fixateur bleibt in der Regel für mehrere Wochen am Arm, bis der Knochen geheilt ist.
Offene Operation: Stabilisierung mit einer Metallplatte
Der Knochenbruch wird in einer Operation mit einer Metallplatte stabilisiert. Ein Gipsverband ist nicht nötig.
Vor- und Nachteile auf einen Blick:
Nach 1 Jahr ist der Handgelenksbruch bei allen Behandlungsmethoden in der Regel verheilt und die Funktionsfähigkeit des Arms wiederhergestellt. Wie gut und wie schnell Ihr Bruch verheilt, hängt vor allem von der genauen Art des Knochenbruchs sowie Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Vor einer Operation ist es jedoch wichtig, das individuelle Operationsrisiko, das Alter, den Allgemeinzustand und die Lebensumstände zu berücksichtigen. Wie hoch das Risiko für Komplikationen nach einer Operation ist, hängt auch von Begleiterkrankungen, dem Alter und dem Körpergewicht ab.
Konservative Behandlung:
Die konservative Behandlung ist nicht invasivInvasiv bedeuted, dass bei dem Verfahren medizinische Instrumente in den Körper eindringen. Dabei wird Gewebe verletzt., Sie benötigen also keine Operation. Daher besteht auch kein Risiko für Wundinfektionen. Das Risiko für Probleme bei der Knochenheilung ist jedoch höher als bei den anderen Behandlungsmöglichkeiten. Heilt der Bruch nicht richtig, kann eine Operation auch später noch notwendig werden.
Minimalinvasive Operationen – Drahtstiftfixierung und externer Fixateur:
Für diese Operationsverfahren sind nur kleine Hautschnitte nötig. Die Drahtstiftfixierung und ein externer Fixateur halten den gebrochenen Knochen fest zusammen. Durch die Hautschnitte besteht ein Risiko für Infektionen und Wundheilungsstörungen. Bei der konservativen Behandlung, der Drahtstiftfixierung und dem externen Fixateur schränkt der Gipsverband, beziehungsweise das Metallgestell Ihre Bewegungsfreiheit für mehrere Wochen ein.
Offene Operation:
Durch das offene Einrichten (offene Reposition) wird der Knochenbruch am besten stabilisiert. Die Metallplatte fixiert die Bruchstücke am festesten. Es ist kein Gipsverband nötig und es kommt seltener zu Problemen bei der Knochenheilung als bei den anderen Behandlungen. Sie können den Arm schneller wieder belasten. Der Eingriff ist jedoch größer als bei den anderen Behandlungsmöglichkeiten. Die entstehende Narbe ist größer und durch die offene Operation kann es zu anderen Komplikationen kommen.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.