Was bedeutet meine Erkrankung?
Diese Entscheidungshilfe ist für Sie geeignet, wenn Sie an Gebärmutterhalskrebs in einem frühen Stadium erkrankt sind und der Krebs durch eine radikale Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) behandelt werden soll.
Die Gebärmutter besteht hauptsächlich aus Muskel- und Bindegewebe. Der Gebärmutterhals (Zervix) bildet das untere Drittel der Gebärmutter und verbindet den Gebärmutterkörper mit dem oberen Scheidenende. Den Übergang zwischen Gebärmutterhals und Scheide bildet der Muttermund. Er ragt zapfenförmig in die Scheide hinein. Der Gebärmutterhals wird von Schleimhaut ausgekleidet, dem EpithelDas Epithel bezeichnet die oberste Zellschicht, die alle äußeren und inneren Körperoberflächen bedeckt. Dazu gehören auch innerliche Hohlräume wie die Mundhöhle, die Gebärmutter oder die Blase. Das Epithel hat verschiedene Aufgaben: Schutz- und Barrierefunktion, Stoffaustausch oder Abgabe von Sekreten..
Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) entwickelt sich über einen langen Zeitraum aus sogenannten Krebsvorstufen. Das sind Zellveränderungen (Dysplasien) im Epithel oder selten auch in Drüsenzellen. Je nachdem, bis in welche Schicht der Schleimhaut diese Zellveränderungen reichen, werden die Krebsvorstufen in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Je höher die Stufe, desto größer ist das Risiko, dass aus den Zellveränderungen Gebärmutterhalskrebs entsteht. Meist dauert es Jahre bis Jahrzehnte bis sich aus diesen gutartigen Zellveränderungen ein bösartiger Tumor – ein Zervixkarzinom – entwickelt.
Der Hauptrisikofaktor für Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). HPV werden übertragen durch Kontakt mit infizierter Haut oder Schleimhaut im Genitalbereich. Das kann zum Beispiel bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr geschehen. HPV können unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen: zum Beispiel Haut- oder Genitalwarzen. Bestimmte Untergruppen dieser Viren können auch Krebs auslösen. Es gibt eine Impfung gegen HPV, die in der Regel vorbeugend im Kindes- oder Jugendalter stattfindet. In speziellen Fällen ist eine HPV-Impfung jedoch auch nach einem Gebärmutterhalskrebs möglich, um die Gesundheit zu fördern. Hierzu berät Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Die meisten Frauen mit Gebärmutterhalskrebs spüren zu Beginn keine oder nur unspezifische Symptome. Erste Anzeichen können zum Beispiel Müdigkeit oder unregelmäßige Menstruationsblutungen sein. Beschwerden treten in der Regel erst auf, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist.
Humane Papillomaviren sind weitverbreitet - die meisten sexuell aktiven Männer und Frauen stecken sich mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an. Da sich die Viren in Haut- und Schleimhautzellen im gesamten Genitalbereich befinden können, ist eine Ansteckung bei jedem intimen Hautkontakt möglich. Eine Ansteckung über Körperflüssigkeiten wie Sperma, Blut oder Speichel ist jedoch unwahrscheinlich. Die Viren können aber beim Oralverkehr übertragen werden, wenn die Mundschleimhaut mit HPV-infizierten Hautstellen in Berührung kommt.
Meist bleibt eine Infektion mit HPV unbemerkt, da sie keine Beschwerden verursacht und häufig von selbst wieder ausheilt. Manchmal führen sie zu gutartigen Warzen oder Haut- und Schleiminfektionen im Genitalbereich. Eine seltene Folge ist der Gebärmutterhalskrebs, der auch Jahre bis Jahrzehnte nach der Infektion entstehen kann.
Die Patientin hat ihre Vorsorge vernachlässigt
Die Patientin hatte einen Zufallsbefund
Die Patientin litt unter einer Beckenbodensenkung und HP-Viren
Der Arzt beschreibt das Krankheitsbild
Der Arzt kann mit einer Impfung vorsorgen
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.