Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Alltag aus?
Wie hoch ist der Zeitaufwand im Alltag?
In den ersten 3 Jahren finden in der Regel alle 3 Monate Nachsorgeuntersuchungen statt. Durch regelmäßige Nachkontrollen soll der Erfolg der Behandlung geprüft werden. Außerdem können die Kontrollen helfen, ein mögliches Wiederauftreten des Tumors sowie die Bildung von MetastasenEine Metastase oder Tochtergeschwulst ist eine Absiedelung eines bösartigen Tumors an einem anderen Ort im Körper. frühzeitig zu erkennen oder Sie bei möglichen Folgen der Behandlung zu unterstützen.
Sie können nach der Krebsbehandlung eine Rehabilitation (Anschluss-Heilbehandlung) machen. Diese soll Ihnen helfen, die verschiedenen Folgen der Erkrankung und der Behandlung zu bewältigen und körperlich wieder auf die Beine zu kommen. Auch die psychischen und sozialen Belastungen werden mit Ihnen besprochen. Die Reha richtet sich nach Ihren persönlichen Bedürfnissen. Bei einer Reha arbeiten Fachleute aus verschiedenen Gebieten zusammen: Medizin, Psychologie, Physio-, Ergo- und Sporttherapie. Eine Reha kann ambulant sein oder stationär in einer Klinik, meist läuft sie über 3 Wochen.
Was ist im Alltag wichtig zu wissen oder zu beachten?
Nach der Operation sollten Sie sich für mindestens 6 Wochen schonen und keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten ausüben oder schwer heben. Sie sollten auch etwa 6 Wochen warten, bis Sie wieder Geschlechtsverkehr haben. Nach einer radikalen Gebärmutterentfernung ist es nicht mehr möglich, ein Kind zu bekommen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihre Familienplanung und die weiteren Auswirkungen auf Ihre Sexualität und Lebensqualität.
Es kann sein, dass sich Ihr sexuelles Empfinden durch die Operation verändert. Zum Beispiel können Ihr Lustempfinden und die Orgasmusfähigkeit geringer sein als vor der Operation. Manche Frauen haben auch Probleme mit vaginaler Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Werden auch die Eierstöcke entfernt, setzen gleich nach der Operation die Wechseljahre ein. Dann kann es zu Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und vaginaler Trockenheit kommen.
Was kann ich selbst noch tun?
Bei einer BelastungsharninkontinenzBei körperlicher Anstrengung wie schweres Heben, Tragen oder Niesen kommt es ohne spürbaren Harndrang plötzlich zur Urinabgabe. und StuhlinkontinenzDie Darmentleerung kann nicht mehr oder nicht mehr vollständig kontrolliert werden. ist Beckenbodentraining ein bewährtes Verfahren. Erzählen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt von Ihren Beschwerden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihnen zu helfen.
Erschöpfung und anhaltende Müdigkeit (FatigueFatigue ist ein Zustand starker und anhaltender Schwäche und schneller Erschöpfbarkeit. Die Fähigkeit körperlich und geistig zu arbeiten ist eingeschränkt. Die Erschöpfung bessert sich kaum durch Erholung und Ruhe.), Kraftlosigkeit sowie Lustlosigkeit, Niedergeschlagenheit oder Angst können Sie durch regelmäßige Bewegung mildern. Eine Psychoonkologin oder ein Psychoonkologe kann Sie und Ihre Angehörigen dabei unterstützen, mit der emotionalen Belastung der Diagnose und der Krankheitsgeschichte umzugehen. Hilfreich kann auch der Austausch mit anderen sein, etwa in einer Selbsthilfegruppe.
Bei Problemen wie vaginaler Trockenheit oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können manchmal hormonhaltige Medikamente helfen, etwa als Creme oder Zäpfchen.
Der Arzt schildert die Nachsorge
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.