Was bedeutet meine Erkrankung?
Der Arzt möchte sich mit Patientinnen für die passende Therapie entscheiden
Diese Information betrifft Sie, wenn Ihre Gebärmutter entfernt werden soll.
Wenn Sie Beschwerden durch eine Erkrankung der Gebärmutter haben, gibt es verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Hormonbehandlung, eine Hormonspirale oder eine Entfernung der Gebärmutterschleimhaut. Es kann jedoch sein, dass diese Maßnahmen bei sehr starken Beschwerden nicht ausreichen. Dann kann eine Operation in Frage kommen. Bei dieser entfernt die Frauenärztin oder der Frauenarzt die Gebärmutter teilweise oder vollständig. Diesen Eingriff bezeichnet man als Gebärmutterentfernung oder Hysterektomie.
Die eigentliche Gebärmutter, in der das Baby heranwächst, bezeichnet man korrekt als Gebärmutterkörper. Der enge Verschluss, der das Baby in der Gebärmutter hält, und der bei der Geburt weit aufmachen muss, damit das Baby geboren werden kann, heißt Gebärmutterhals.
Der Grund für eine Gebärmutterentfernung können ganz unterschiedliche Erkrankungen sein, zum Beispiel:
gutartige Tumoren (Myome)
eine Scheiden- und / oder Gebärmuttersenkung
sehr starke oder lange Regelblutungen (Menorrhagie)
Wucherungen von Gebärmuttergewebe (Endometriose)
Hierbei handelt es sich um gutartige Erkrankungen. Das bedeutet, dass sie nicht lebensbedrohlich sind. Allerdings können sie vielfältige Beschwerden hervorrufen: von starken Regelblutungen über Druck- und Fremdkörpergefühle im Unterleib bis hin zu Problemen beim Wasserlassen und Stuhlgang. Diese Beschwerden können sehr belastend sein und Ihre Lebensqualität und Ihre Leistungsfähigkeit stark einschränken.
Myome
Gutartige Tumoren (Myome) in der Gebärmutter kommen bei etwa 40 bis 80 Prozent aller Frauen vor. Allerdings spüren viele Frauen davon nichts. Mit welcher Wahrscheinlichkeit Myome Beschwerden auslösen, lässt sich nicht genau sagen. Am häufigsten scheinen Frauen zwischen 30 und 50 Jahren von Symptomen betroffen zu sein. Typisch sind dabei:
sehr starke oder verlängerte Regelblutungen
starke, krampfartige Regelschmerzen
unklare Schmerzen und Druckgefühle im Unterleib
Scheiden- und / oder Gebärmuttersenkung
Eine Scheiden- oder Gebärmuttersenkung kann vorkommen, wenn Muskeln und Bindegewebe im Beckenboden nicht mehr fest genug sind. Das wird als Beckenbodenschwäche (Beckenbodeninsuffizienz) bezeichnet. Die Organe sinken ab und es kann zu folgenden Beschwerden kommen:
das Gefühl, dass etwas nach unten drückt
Fremdkörpergefühl im Unterleib
Blasenschwäche, häufiger Harndrang oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen
Probleme beim Stuhlgang
ziehende Unterbauchschmerzen
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Rücken- und Kreuzschmerzen
Druckgeschwüre und Blutungen in der Scheide
Scheide und Gebärmutter können aus der Scheidenöffnung austreten und von außen als Ausstülpung sichtbar werden
Menorrhagie
Eine starke und lange Regelblutung (Menorrhagie) kann mit unangenehmen Symptomen einhergehen:
langanhaltende Blutungen
übermäßiger Blutverlust
Müdigkeit
Verklumpungen im Regelblut
verstärkte Regelschmerzen
Endometriose
Bei einer Endometriose wuchert Gebärmutterschleimhaut innerhalb oder außerhalb der Gebärmutter. Dabei kann es vor allem im Zusammenhang mit der Regelblutung und während oder nach dem Geschlechtsverkehr zu starken Unterleibsschmerzen kommen. Diese können in den Unterbauch, Rücken und die Beine ausstrahlen. Oft sind sie krampfartig und werden von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall begleitet. Wie sich die Schmerzen äußern, hängt auch davon ab, wo sich Gebärmutterschleimhaut in der Bauchhöhle festgesetzt hat. Manchmal bilden sich Wucherungen auch in anderen Organen wie der Blase oder dem Darm, was zu Problemen beim Wasserlassen und beim Stuhlgang führen kann.
Die Patientin litt unter Blutungen und Schmerzen
Der Patientin haben Medikamente nicht geholfen
Bei der Patientin wurde ein Myom entdeckt
Die Ärztin nennt die häufigsten Gründe für eine Gebärmutterentfernung
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.