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Mit welchen Nebenwirkungen oder Komplikationen muss ich rechnen?

Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in Ihrem Aufklärungsbogen weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein. Bitte beachten Sie auch, dass Sie hier nur Angaben finden, die auf die Behandlung zurückgehen. Symptome der Krankheit selbst sind hier nicht berücksichtigt.

Welche Komplikationen können auftreten?

Mit beiden Behandlungsmöglichkeiten kann es zu verschiedenen kurz- und langfristigen Komplikationen oder auch in wenigen Fällen zum Tod kommen:

  • Bei weniger als der Hälfte der Patientinnen und Patienten kommt es überwiegend zu leichten Komplikationen, die mit dem Eingriff zusammenhängen. Schwere, lebensbedrohliche Komplikationen sind selten. Vermutlich gibt es nach einem Kathetereingriff etwas seltener solche Komplikationen.

  • Sehr wenige Menschen sterben im ersten Monat nach der Behandlung – nach einem Kathetereingriff vermutlich etwas weniger als nach einer offenen Operation.

  • Bei einigen Patientinnen und Patienten entzündet sich die Herzinnenhaut (Endokarditis). Vermutlich geschieht das nach einer offenen Operation etwas seltener.

2 Übersichtsarbeiten zeigen nach der Auswertung von jeweils 6 bis 11 wenig aussagekräftigen Studien unterschiedliche Ergebnisse.

Die Studienergebnisse im Einzelnen:

  • Kurzfristig: Zu Komplikationen, die auf den Eingriff zurückgehen, kommt es bei 1.000 Menschen vermutlich bei 150 bis 400 Menschen. Nach einem Kathetereingriff geschieht das vermutlich seltener als nach einer offenen Operation. Zu den Komplikationen gehören:

    • Bei beiden Eingriffen:

      • Blut oder Luft im Brustkorb und Flüssigkeit in der Lungenhöhle (Pleuraerguss) bei 10 bis 30 von 1.000 Menschen

      • unspezifische Beschwerden, längerer Klinikaufenthalt, Blutungen, BlutergüsseEin Hämatom (Bluterguss) ist eine Ansammlung von Blut im umliegenden Gewebe. Es entsteht, wenn Blutgefäße verletzt werden, sich jedoch keine offene Wunde bildet. Dadurch kann das Blut nicht abfließen. , Atembeschwerden, Fieber, Infektionen bei mehr als 20 von 1.000 Menschen

    • Bei einem Kathetereingriff:

      • Blutansammlungen in der Leiste, Bruch des Stent oder missglückter Einsatz der Herzklappe bei 20 von 1.000 Menschen

      • Klappe liegt an falscher Stelle, alte Klappe reißt beim Einsetzen des Stents und Blut tritt aus (Conduit-Ruptur), Herzinfarkt, wenn Herzkranzarterien zugedrückt werden (Koronar-Kompression) bei wahrscheinlich weniger als 10 von 1.000 Menschen

    • Bei einer offenen Operation:

      • Wundinfektion bei 120 von 1.000 Menschen,

      • erneute Operation mit Bluttransfusion, der Einsatz eines Herzschrittmachers und Arrhythmien jeweils bei 70 von 1.000 Menschen

  • Während des Eingriffs und in den ersten 30 Tagen danach sterben von 1.000 Menschen vermutlich 2 bis 15, nach einem Kathetereingriff sind es vermutlich etwas weniger als nach einer offenen Operation.

  • Langfristig: Eine Herzinnenhautentzündung bekommen von 1.000 Menschen vermutlich 10 bis 60 Menschen – nach einer offenen Operation sind es vermutlich weniger als nach einem Kathetereingriff, nach einer offenen Operation mit einer menschlichen Klappe vermutlich weniger als nach einer offenen Operation mit einer tierischen Klappe.



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.